Juliette Schoppmann (DSDS) brachte Liebeskummer nach Rumeln

Janina Schulze
Foto: Veranstalter
In der Alten Dorfschule in Duisburg-Rumeln standen die Musik-Sternchen Schoppmann undGerrit Winter auf der Bühne. Sie sangen und plauderten viel.

Duisburg.  „Herzlich willkommen zu unserer Gruppentherapie“, begrüßte Gerrit Winter das Publikum am Samstagabend in der Rumelner Dorfschule. Dann warfen er und Juliette Schoppmann Taschentuch-Boxen ins Publikum. „Bitte rücken Sie nun eng zusammen, kuscheln Sie richtig und zögern Sie nicht, Ihrem Nachbarn mit Kleenex auszuhelfen, sollte er plötzlich schluchzen. Das hier wird eine Therapiestunde zu einem Thema, das wir leider alle allzu gut kennen: Liebeskummer!“

Juliette Schoppmann (DSDS) und Gerrit Winter (Fame Academy) interpretierten ihre ganz eigenen Versionen der größten Liebeskummer-Songs der Pop-Geschichte. Damit es aber nicht ganz herzzerreißend wurde, führte das Duo humorvoll durchs Konzert. „Wir haben uns in einer Phase kennengelernt, in der es uns so richtig schlecht ging, sozusagen auf dem absoluten Tiefpunkt.“ Diese Erfahrung bildeten die Grundlage ihres aktuellen Programms.

Die Sänger verbinden etwas Persönliches mit den Liedern

Die nächsten zwei Stunden erwartete die Zuschauer eine Achterbahnfahrt durch die verschiedenen Facetten der Liebe. Zusammen gefunden haben die beiden Sänger, er Geburtsjahr 1983, sie 1980, beim Benefizkonzert „Cover Me“ von Dirk Bach. „Damals wurde uns Heidi Stern vorgestellt, mit der wir auch gleich zusammen auftreten durften. Wie, Sie kennen Heidi Stern nicht? Wir auch nicht, denn vor uns stand Jennifer Rush, die ja jeder nur unter ihrem Künstlernamen kennt. Sie können sich vorstellen, wie wir damals geguckt haben.“ Aus „Cover Me“ entstand dann die Idee zur Zusammenarbeit. Und wie könnte es anders sein, als Gerrit bei Juliette anrief, lief bei ihr natürlich gerade ein Liebeskummer-Song.

„Wir müssen uns bei den Songs sehr konzentrieren“, gab Juliette zu. „Dadurch, dass wir unsere eigene Geschichte erzählen und wir mit den meisten Titeln etwas Persönliches verbinden, ist das für uns eine richtige Herausforderung.“ Die meisterten sie jedoch grandios. Klarer Höhepunkt des Abends war das Solo von Gerrit Winter mit „You Raise Me Up“. Als das Publikum sprachlos war, verabschiedete er sich mit „hier ist eindeutig zu viel Testosteron auf der Bühne, ich mache jetzt Platz für die Östrogene.“ Juliette Schoppmann stand ihm mit „Can’t Live Without You“ in keiner Weise nach. Auch sie begeisterte die Zuhörer mit der vollen Bandbreite ihrer Stimme. Die Sänger führten durch verschiedene Musikrichtungen, rappten sogar: „Wir haben lange überlegt, ob wir rappen, weil das so gar nicht wir sind. Außer im Auto, da denke ich immer, ich bin eine Gangster-Rapperin, so mit dem schwarzen Smart als erster an der Ampel“, so Schoppmann.

Jede Menge Schmachtfetzen

Weitere Liebeskummer-Schmachtfetzen, die die beiden gemeinsam interpretierten, waren „Unbreak My Heart“, „Sorry Seems to Be the Hardest Word“, „Power of Love“, „I Wanna Dance With Somebody Who Loves Me“ und viele andere. „Wie groß muss der Liebeskummer sein, bis man an einem Hammer leckt oder sich auf eine Abrissbirne setzt? Manche Sängerinnen leiden wohl anders…“, scherzte Juliette schließlich über Miley Cyrus und ihren Hit „Wrecking Ball“. „Wir schwingen heute nicht nackt von Wand zu Wand, aber diesen Song wollen wir euch nicht vorenthalten“, ergänzte Gerrit.

„Liebeskummer ist immer hart. Man will sich völlig verschließen. Und dann kommt jemand Neues, der das Herz erweicht und dann muss man wieder eine neue Gruppentherapiesitzung ansetzen“, so Winter zum Abschluss. So eine Therapie lässt man sich gerne gefallen.