Hallenbad Rheinhausen geht, Gesundheitszentrum kommt

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Duisburg-Rheinhausen.  Der Westen kommt in Bewegung: In Homberg ist das geplante Fachmarktcenter der Firma Nühlen an der Moerser Straße auf dem Weg. Einer der beiden „Weißen Riesen“ in Hochheide soll möglicherweise bereits ab Dezember 2016 abgerissen werden, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir nach Rücksprache mit Duisburgs Planungsdezernent Carsten Tum. Neues gibt es jetzt auch aus Rheinhausen: Grundstück und Gebäude des früheren Hallenbades an der Schwarzenberger Straße in Hochemmerich, sie gehören DuisburgSport, werden verkauft, Der Vermarkter, das städtische Immobilien Management Duisburg (IMD), hat nach zwei Ausschreibungen einen Investor gefunden.

Das war aus Kreisen des Auschusses für Wirtschaft und Verkehr zu erfahren, der den Verkauf der Immobilie vor genau einer Woche beschloss. Diesen Informationen zufolge sollen der Investor und der Architekt für die Neubebauung des Grundstücks aus dem Großraum Duisburg stammen. Die Stadt bestätigte den anstehenden Verkauf, konnte Verkaufssumme bewegen. Das IMD hatte einen Preis von 1,6 Millionen Euro gefordert. Dabei wird der Abriss des Hallenbades mit rund 300.000 Euro zu Buche schlagen. Nach dem Abriss des seit 2010 leer stehenden Bades soll nach den Wünschen der Bezirksvertretung Rheinhausen und der Stadtverwaltung auf dem Areal mit insgesamt 9.600 Quadratmetern ein Geschäfts- und Wohngebäude entstehen mit einem aber aus Datenschutzgründen den Verkäufer nicht nennen. Der Kaufpreis soll sich den Angaben zufolge in der Größenordnung der in der Ausschreibung des IMD genannten Ärztezentrum, einer Apotheke, einem Discounter sowie Wohnungen. Den Informationen zufolge soll ins Erdgeschoss neben dem Discounter eine Apotheke einziehen.

Bezirksvertreter gehen davon aus, dass es sich bei dem Ankermieter um die Kette Netto handelt. Denn Netto City besitzt eine Filiale ganz in der Nähe, an der Ecke Schwarzenberger/Friedrich-Ebert-Straße. Dieser Standort gilt als nicht mehr zeitgemäß, die Verkaufsfläche ist zu klein geworden. Die neue Filiale hätte dagegen mit maximal 1300 Quadratmeter Verkaufsfläche genug Platz. Allerdings steht eine Bestätigung auf eine Anfrage der Redaktion noch aus.

Im ersten Stock soll ein Gesundheitszentrum mit mehreren Arztpraxen angesiedelt werden. Im obersten Geschoss sollen laut Planung Wohnungen entstehen.

Ein Bebauungsplan ist für das Grundstück nach Auskunft von Marcus Mellenthin, Rechtsanwalt und Sprecher der SPD-Bezirksfraktion, zunächst nicht notwendig: „Die Baugenehmigung wird nach Paragraf 34 Baugesetzbuch - Lückenbebauung erteilt.“

Der Rat muss noch zustimmen

Schon bei seiner nächsten Sitzung am 29. Februar soll der Rat die Verwaltungsvorlage beschließen. Den Bezirksvertretern aus Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen werden die Pläne bei ihrer nächsten Sitzung im März vorgelegt - zur Kenntnisnahme. SPD-Mann Mellenthin geht davon aus, dass danach die Baugenehmigung noch im Frühjahr erteilt wird, im Sommer das alte Hallenbad abgerissen wird und im Herbst mit dem Neubau begonnen werden kann.

Der benachbarte Glückauf-Platz mit seinem alten Baumbestand bleibt erhalten, er ist nicht Gegenstand des Kaufvertrags. Der heutige Parkplatz ist eine sogenannte Altlastenverdachtsfläche. Im Erdreich schlummern Relikte aus der Zeit der belgischen Kaserne, die auf diesem Gelände von 1919 bis 1926 stand. Aber auch das benachbarte Verkaufsgrundstück des Hallenbades gilt als Verdachtsfläche für potenzielle Altlasten.

 
 

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