GuD-Kraftwerksbau durch Trianel soll 2013 starten

Trianel beantragt Vorbescheid für GuD-Kraftwerk Krefeld. Der Antrag auf Kohlekraftwerk wurde jetzt auch offiziell zurückgezogen.

Rheinhausen/Krefeld. Die „Trianel Kraftwerk Krefeld GmbH“, eine Tochter des Aachener Stadtwerke-Verbundes Trianel, hat Montagmittag bei der Bezirksregierung Düsseldorf den „Antrag auf Vorbescheid nach Bundesimmissionsschutzgesetz für ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) im Chempark Krefeld-Uerdingen“ gestellt. Die Antragsunterlagen fassen 2300 Seiten. Zeitgleich wurde der Vorbescheidsantrag für das ursprünglich geplante Steinkohlekraftwerk zurückgezogen.

„Wir beantragen eine herstellerneutrale, umhüllende Genehmigung für eine Anlage mit bis zu 1200 Megawatt elektrischer Leistung“, erläutert TKK-Geschäftsführer Martin Hector. Dieses Vorgehen ermögliche es TKK, im weiteren Verfahren die für den Standort am besten geeignete Anlage auszuwählen.

Betreiber verspricht 90 Prozent Energie-Ausbeute

Fest stehe schon jetzt, so Hector, dass im wärmeorientierten Betrieb eine Primärenergieausbeute von 90 Prozent möglich sein wird. Das GuD-Kraftwerk soll als sogenannte Doppelblockanlage mit zwei Gasturbinen errichtet werden. Dabei verhandelt TKK mit einer Reihe verschiedener Anlagenbauer, die Leistungen zwischen 900 und 1200 Megawatt anbieten.

Neben der Stromerzeugung für die am Projekt beteiligten Stadtwerke dient das Kraftwerk primär dazu, Prozessdampf für die Produktion im Chempark bereitzustellen. Stündlich muss das Kraftwerk bis zu 500 Tonnen Dampf bereitstellen können. Als hochflexibles Kraftwerk ist es laut Trianel zudem geeignet, die schwankende Einspeisung von Windrädern und Solaranlagen auszugleichen.

Chempark-Leiter Stefan Dresely ist optimistisch: „Wir freuen uns über diesen bedeutenden Meilenstein im GuD-Kraftwerksprojekt und hoffen auf einen zügigen und reibungslosen Genehmigungsablauf.“

Der Standort im Chempark ist laut Trianel nicht nur wegen der Dampfauskopplung einer der besten Kraftwerksstandorte Deutschlands. Das Kraftwerk könne die Infrastruktur des Chemiewerks ebenso wie das vorhandene Ferngasnetz nutzen. Zudem ist der nächste Einspeisepunkt ins Höchstspannungsnetz in unmittelbarer Nähe. Das Kraftwerk nimmt mit den Nebenanlagen acht Hektar Industriegebiet im nördlichen Bereich des Werksgeländes in Anspruch. Abhängig vom Verlauf des Genehmigungsverfahrens könnte der Bau im kommenden Jahr beginnen, die Inbetriebnahme ist ab 2016 geplant.

 
 

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