Geschenke gekauft und Gutes getan

Martin Krampitz
Allerlei Weihnachtsdekorationen gab es auf dem 14. Rumelner Weihnachtsmarkt.
Allerlei Weihnachtsdekorationen gab es auf dem 14. Rumelner Weihnachtsmarkt.
Foto: Michael Dahlke
Mehrere hundert Menschen tummelten sich auf dem mittlerweile 14. Weihnachtsmarkt in Rumeln-Kaldenhausen und nutzten das breite Angebot

Duisburg-Rheinhausen.  Die zentrale Frage, welche Rolle der Verzehr von Glühwein auf Advents- und Weihnachtsmärkten spielt, wurde an dieser Stelle in den letzten Wochen schon mehrfach aufgeworfen und diskutiert. Nach den Adventsmärkten in Baerl, Homberg und Rheinhausen ließ sich auch am Wochenende auf dem 14. Weihnachtsmarkt in Rumeln-Kaldenhausen ein lebhafter Konsum des beliebten Heißgetränks bei nass-kühler Witterung konstatieren. Doch der Wunsch, ein schönes Geschenk zu kaufen und damit gleichzeitig etwas Gutes zu tun, stand bei den meisten Besuchern wieder eindeutig im Vordergrund. Insgesamt mehrere hundert Menschen aus Rumeln-Kaldenhausen tummelten sich auf dem Markt der Möglichkeiten - im Gemeindezentrum und davor in der Budengasse auf dem Gelände der Evangelischen Kirche an der Friedhofsallee.

Therapiepferd

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ - Am Stand des Reit- und Fahrvereins Ziethen e.V. sammelten Vereinsmitglieder für ein neues Therapiepferd, das künftig geistig und körperlich behinderten Kindern helfen soll. „Wir haben in den letzten Jahren die Hufeisen unserer Pferden gesammelt, wenn die Tiere neu beschlagen wurden“, berichtete Vereinsmaster (Ehrenvorsitzender) Klaus Diepes. „Wir haben die Hufeisen gesäubert und mit Silberfarbe gestrichen oder zu Kerzenleuchtern zusammen geschweißt.“ Diese Hufeisen verkaufte der Rumelner Pferdesportverein an seinem Stand: „Gerade zum neuen Jahr sollte ein Hufeisen über jeder Haustür hängen. Oder als origineller Kerzenleuchter das Weihnachtsfest verschönern.“ Zusätzlich schenkten Mitglieder ihrem Verein Spielwaren, die Diepes und Kollegen am Stand für den guten Zweck preisgünstig verkauften. „So ein Tier ist schwer zu bekommen, denn es muss besonders ruhig und ausgeglichen sein“, erläuterte Diepes. Mindestens 10 000 Euro wird das Therapiepferd kosten, schätzte der Rumelner.

Sozial engagiert zeigte sich auch der „Runde Tisch Rumeln-Kaldenhausen“, ein Bund aus rund 120 Privatpersonen, Vereinen und Verbänden, Gemeinden, Geschäftsleuten und Firmen, der das bunte Treiben wieder mit viel Eigenarbeit organisierte. Auf der kleinen Bühne mitten in der Budengasse verschenkte ein ansehnlicher Nikolaus, assistiert von seinen nicht weniger ansehnlichen Engeln, rund 120 „güldene Taler“ an die Kinder. Diese Goldtaler lösten die Jungen und Mädchen gleich nebenan im Zelt der Engel Iris, Rosi und Uschi gegen gebrauchtes, aber intaktes Spielzeug ein. So wechselten schön verpackte Lego- und Duplo-Steine oder Playmobil-Figuren, gespendet von großherzigen Eltern und Kindern, die Besitzer. Augenfällig: Die Aktion „Leuchtende Kinderaugen“ erfüllte sichtlich ihren Zweck...

Lebhafter Basar

Auf dem lebhaften Basar im Gemeindezentrum sammelten Andere für die Kinderkrebshilfe. Dort boten der Bastelkreis der Gemeinde oder der Eine-Welt-Laden neben Kaffee und Kuchen eine große Auswahl an selbst gebasteltem Schmuck und Kunsthandwerk, Tiffany, Holz- und Töpferartikel, selbstgestrickte Schals, Handschuhe, Quilts, Patchworks und Heimtextilien. Das Bienenmuseum, das jüngst sein neues Domizil am Albert-Einstein-Gymnasium bezog, verkaufte Honig oder Kerzen aus Bienenwachs.

Auch draußen vor der Tür, an den 16 Zeltständen, gab es reichlich weihnachtliches Dekor und kleine, fantasievolle Geschenke im Angebot. Unter dem Baldachin aus leuchtenden Lichterketten präsentierten sich mehrere Institutionen aus Rumeln und Kaldenhausen: Und in einem eigenen Zelt konnten die Kids über glühenden Holzkohlen schmackhaftes Stockbrot backen. Ein paar Schritte weiter auf der Kirchwiese Ponyreiten und Tannenbaum-Weitwurf - ein echter Höhepunkt...