George Orwell ist aktueller denn je

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2014 ist das Jahr der großen historischen Jahrestage. So jährt sich das Orwell-Jahr 1984 zum 30 Mal. Es wurde nach dem Roman des britischen Autors George Orwell „1984“ benannt, Darin entwirft Orwell (1903-1950), zeitgenössischer Beobachter der Hitler- und Stalin-Diktatur, das düstere Szenario einer total überwachten, gleich geschalteten Gesellschaft, in der das Individuum, der einzelne Mensch nichts, die Masse dagegen alles gilt. Dieses Thema hat sich der Homberger Künstler Detlev Steffen seit Jahrzehnten zu eigen gemacht. Ab dem morgigen Donnerstag sind einige von Steffens Werken in einer Ausstellung in Rheinhausen zu sehen, Titel „Orwell 84/14“. Der Künstler wird seine Werkschau um 19 Uhr in der „Bücherinsel“ mit Geschäftsinhaberin Linda Broszeit in dem Ladenlokal an der Friedrich-Alfred-Straße 93 eröffnen. Dazu sind alle Kunstinteressierten eingeladen.

Überraschend farbige Acrylbilder

Trotz des bedrückenden Themas spürt Detlev Steffen dem Orwell-Jahr in überraschend farbigen Acrylbildern nach. Außerdem sind zwei weitere Werke zum Thema „1984/2014“ in Mischtechnik zu sehen. Laut Steffen war auch die aktuelle Debatte um die weltweite Überwachung durch die US-amerikanische NSA ein Anlass, sich erneut mit George Orwell und den Visionen seines Romans „1984“ zu beschäftigen. Steffen, der früher als Personalreferent bei einem großen deutschen Versicherungskonzern arbeitete, malt und zeichnet seit Jahrzehnten, wurde durch zahlreiche Ausstellungen vor allem im Duisburger Zentrum bekannt.

Die Ausstellung ist bis zum 25. Januar in der Bücherinsel zu sehen, während der normalen Öffnungszeiten.