Gebag zeigt Interesse an Ex-Krupp-Verwaltung

Das ehemalige Krupp-Verwaltungsgebäude an der Franz-Schubert-Straße kam im Internet online unter den Hammer - bislang ohne Erfolg.
Das ehemalige Krupp-Verwaltungsgebäude an der Franz-Schubert-Straße kam im Internet online unter den Hammer - bislang ohne Erfolg.
Foto: Funke Foto Services
Bei der Online-Versteigerung des niederländischen Auktionshauses BOG Auctions fand sich für die frühere Rheinhauser Krupp-Verwaltung kein Käufer.

Duisburg-Rheinhausen..  Die Online-Versteigerung des ehemaligen Krupp-Verwaltungsbaus und zweier Nebengebäude an der Franz-Schubert-Straße in Rheinhausen hatte keinen Erfolg. Das Online-Auktionshaus BOG Auctions aus dem niederländischen Amersfoort hatte am vergangenen Donnerstag versucht, für den so genannten „Glaskasten“, zwei benachbarte ehemalige Krupp-Immobilien und das rund 28.500 Quadratmeter große Grundstück einen Käufer zu finden. Doch „es gab keinen einzigen Interessenten für die Objekte in Duisburg-Rheinhausen“, berichtet Sales Managerin Martine van`t Westeinde von BOG Auctions.

Der Eigentümer der Immobilien in Hochemmerich, das Logistik- und Warehouse-Unternehmen Zegwaard Beheer BV aus Delft, hatte die Troostwijk Real Estate GmbH in Amsterdam mit der Vermarktung der Objekte an der Franz-Schubert-Straße betraut. Die Immobilien-Profis beauftragten wiederum das Auktionshaus BOG Auctions in Amersfoort, Grundstück und Gebäude in einem Gesamtpaket zu versteigern. Dabei könnte auch eine Rolle spielen, dass das „Aquarium“, die 1962 eröffnete, 21.000 Quadratmeter große Verwaltung von Krupp Industrie- und Stahlbau (KIS), als asbestbelastet gilt, was die Kosten sowohl bei einem Abriss als auch bei einer Sanierung steigern würde. Doch nun könnte die städtische Immobilientochter Gebag ins Spiel kommen. Denn Gebag-Chef Bernd Wortmeyer hat nach eigener Aussage Interesse an dem Grundstück und den Immobilien.

Zwar habe sich die Gebag als kommunale Immobiliengesellschaft nicht an einer Online-Versteigerung nach holländischem Recht beteiligt. Vielmehr habe man den Ausgang der Online-Versteigerung erst einmal abwarten wollen, erläuterte der Gebag-Chef bereits vor zwei Wochen der Redaktion. Jetzt, nach erfolgloser Online-Auktion, könne man den Eigentümern der Immobilien immer noch ein Angebot vorlegen, Wie die Eigentümer und das Auktionshaus hält auch Wortmeyer den Abriss der seit Ende der 1990er Jahre leerstehenden Krupp-Verwaltung für sinnvoll. Der Gebag-Geschäftsführer kann sich nach eigenen Worten langfristig eine Wohnbebauung auf dem Grundstück vorstellen. Ob die Stadt-Tochter und BOG Auctions jetzt Kontakt aufnehmen und über die Objekte verhandeln werden, wird sich zeigen. Sales Managerin Martine van`t Westeinde zeigte sich über das Interesse aus Duisburg überrascht und erfreut...

 
 

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