Für sichere Bahnübergänge

An einem solchen unbeschrankten Bahnübergang in Rheinberg hatte sich jüngst ein schwerer Unfall ereignet.
An einem solchen unbeschrankten Bahnübergang in Rheinberg hatte sich jüngst ein schwerer Unfall ereignet.
Foto: WAZ FotoPool
Schranken in Baerl soll noch im laufenden Jahr kommen, Kosten: 150 000 Euro

Duisburg-Baerl. Beim „Um-, Aus- und Neubau von Gemeindestraßen“ sollen im Bezirk Homberg Laufe des Jahres 2013 zuerst die Bahnübergänge der Niag-Bahn in Baerl entschärft werden. Auf Platz Eins und zwei der Prioritätenliste kamen auf Antrag der CDU die Übergänge an der Mühlen- und an der Jakob-Schroer-Straße. 150 000 Euro werden dafür im Haushalt 2013 eingestellt. Ursprünglich war die Baumaßnahme an der Mühlenstraße auf Platz Vier der Prioritätenliste vorgesehen und wäre damit voraussichtlich nicht mehr im Laufe dieses Jahres angegangen worden.

Die Niag-Bahn hatte in den letzten Monaten mit verstärktem Verkehrsaufkommen und entsprechend mehr Lärm den Unmut der Anwohner in Baerl und Rheinberg auf sich gezogen. Außerdem hatte sich im November an einem unbeschrankten Bahnübergang auf einer nicht-öffentlichen Straße in Rheinberg-Vierbaum ein tödlicher Unfall ereignet. Mit den neuen Bahnübergängen soll das nicht nur sicherer, sondern auch geräuschärmer vonstatten gehen: Die bisherige Absicherung per Blinklicht zwingt die Züge, vor dem Passieren der Übergänge laut zu hupen. Mit Halbschranken, wie sie das „Eisenbahnkreuzungsgesetz“ eigentlich ohnehin vorsieht, wäre das nicht mehr nötig.

Voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr steht die Sanierung der Dunkerstraße an, die auf Antrag der SPD auf Platz Fünf auf die Prioritätenliste kam. „Aber so haben wir die Notwendigkeit dieser Maßnahme zumindest schon mal offiziell feststehen“, begründet Fraktionschef Hans-Gerd Bosch den Antrag.

Ebenfalls auf der etwas längeren Bank liegen Kanalsanierung und neue Fahrbahndecke am Alefskamp für insgesamt 375 000 Euro, eine neue Fahrbahndecke für die Hochfeldstraße (55 000 Euro), ein Gehweg an der Ahornstraße zwischen Buchen- und Halener Straße für 55 000 Euro sowie diverse weitere Maßnahmen.

Als erledigt von der Liste gestrichen werden konnten etwa Maßnahmen an der Schulstraße in Baerl, dem Fußweg zum Rhein an der Alt-Homberger Königstraße sowie dem Gehweg an der Heinrich-Kerlen-Straße. Diese Punkte sind von der Stadt entweder beauftragt oder schon durchgeführt. Am Schlotweg und der Heesbergstraße ist es jetzt an der Ruhrkohle, Bergschäden zu beheben.

 

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