Fünfstellige Einnahmen brachen den Schwimmbädern im Westen weg

Der Toeppersee mit Freibad in Rheinhausen. Luftbild: Hans Blossey
Der Toeppersee mit Freibad in Rheinhausen. Luftbild: Hans Blossey
Foto: Hans Blossey

Rheinhausen. Regen, Wolken, Windböen, leere Liegewiesen: „Das ist der schlechteste Sommer seit mindestens 25 Jahren, so weit ich mich erinnern kann“, klagt Klaus Mittmann, Geschäftsführer des Schwimmvereins Rheinhausen.

Er betreibt das Freibad am Kruppsee in Friemersheim. Auch die beiden städtischen Schwimmanlagen, das Hallenbad am Toeppersee in Bergheim und das Kombibad in Homberg, erlitten seit Mai starke Einbußen, wie Bereichsleiter Jürgen Joachim von der Gesellschaft Duisburg Sport erzählt.

Umsatzrückgang von 70 Prozent

„Wir verzeichnen generell in unseren Bädern einen Umsatzrückgang von 70 Prozent!“ So seien im Mai im Homberger Bad 4340 Besucher gezählt worden, im Juni schon 9783 und im Juli 5700. Im Vergleich konnte man 2010 im Geld beinahe „baden“: „5883 Badegäste im Juni, 28.048 im Juli, aber nur 5903 im August.“ Im Hallenbad Toeppersee sieht die Bilanz 2011 noch magerer aus: 2865 Eintrittszahler im August, 3100 im Juni, 3084 im Juli. Im letzen Jahr gab es im damals noch geöffneten Hallenbad an der Schwarzenberger Straße 1977 (Mai) und 2101 (Juni) Besucher. Im Juli (2480) und im August (5165) gab es am Toeppersee eine mehr als verdoppelte Besucherzahl.

Das Freibad Kruppsee an der Bachstraße ist nach den Angaben von Geschäftsführer Klaus Mittmann genauso schlecht dran: „Im vorigen Jahr hatten wir bis August Einnahmen von 15 950 Besuchern. 2011 sind es bis jetzt nur 6850 Besucher.“ Dadurch nähere sich der Verlust einer mittleren fünfstelligen Summe. Für den Verein ist das eine starke finanzielle Belastung: „Wir müssen den größten Teil der der Kosten wie Strom und Beckenerhitzung selbst tragen.“ Das geschieht durch die Eintrittsgelder. Fallen diese geringer aus, dann drücken den Verein Schulden. Und es kann keine Rücklage für kommende Jahre gebildet werden. Natürlich gibt es auch heute Rücklagen des Vereins, die aber nicht durch die Eintrittsgelder, sondern durch die Beiträge der Mitglieder gebildet wurden und werden. Dieses dünne Polster, so Mittmann, sei eigentlich dafür gedacht, das 100-jährige Jubiläum 2013 zu finanzieren.