Fünf Chöre präsentierten Mix der Generationen

Das ist sicherlich nicht alltäglich in der Rheinhauser Chor- und Musikwelt! Fünf Chöre, fast 80 Sängerinnen und Sänger im Alter von fünf bis 80 Jahren an einem Konzertabend gemeinsam auf einer Bühne. Nun, eine Bühne hat die Kirche „St. Peter“ an der Paulstraße nicht. Dafür reicht aber der weitläufige Platz vor dem Altar allemal aus, um den fünf Chören der Gemeinde Sankt Peter einen besonderen Auftritt zu garantieren.

Die 2007 aus den Gemeinden Christus König, St. Peter, St. Barbara und St. Ludger hervorgegangene Großgemeinde Sankt Peter, präsentierte am Sonntag mit 80 Chormitgliedern ein beeindruckendes Beispiel von aktivem Gemeindeleben. In der gut gefüllten Kirche konnten sich die Zuhörer von der Klasse der motivierten Chormitglieder überzeugen. Schon zu Beginn wussten die sechs männlichen Mitglieder der Choralschola mit dem gregorianischen Choral „Nunc scio vero“ das Publikum zu überzeugen. Chorleiter Ludger Morck ließ es sich nicht nehmen, gleich mit dem zweiten Beitrag „Alle Dinge dieser Welt“ von John Rutter, den Kinderchor und den Kirchenchor „Christus König“ zu präsentieren. Dabei konnten die Zuhörer einen überzeugenden und sympathischen Auftritt erleben, der sofort Lust auf mehr machte. Jung und Alt gehen begeistert dem gleichen Hobby nach. Man merkte an Gesicht und Gestik der singenden Kinder, mit welcher Freude sie dabei sind. Der Funken der Freude schien dabei auch über zu springen auf die Mitglieder des Kirchenchores . Ein Kirchenchor, an diesem Abend mitcirca 50 Mitgliedern vertreten, der mit jungen und reiferen Menschen einen wunderbaren Mix der Generationen symbolisierte. Dass dabei auch noch ein unterhaltsamer Auftritt mit Chormusik geboten wurde, rundete das Bild der Freude ab. Nicht weniger überzeugend trug der Kirchenchor der ehemaligen Gemeinde St. Barbara unter der Leitung von Regina Steven, das Kyrie aus der „Missa secunda“ von Hans-Leo Hassler vor. Man konnte merken, dass es für die Chormitglieder ein Heimspiel war.

Wenn der Kinderchor die Herzen der Besucher besonders berührte und mit Applaus überschüttet wurden, so steht der „kleine“ Chor aus Christus König für besondere Güte und Qualität. Der Vortrag des „Gloria“ aus „Broken for you“ von Margaret Rizza überzeugte ganz besonders mit Kraft und Präzision.

Das Finale mit allen Chören zeigte ein imposantes Bild und war ein begeisternder Abschluss eines bejubelten 70-minütigen Programms. Chorleiter Ludger Morck war von seinen organisatorischen Leistungen und seinem funktionierenden Zeitplan selbst am meisten überrascht. Genauso überraschte er mit einer Ansage ans Publikum. „Damit haben wir nicht gerechnet und deshalb haben wir keine Zugabe vorbereitet“. Ein weiteres Ziel wurde an dem Abend erreicht: Zur Wiederherstellung der Orgel in St. Peter wurden fast 700 Euro gesammelt.