Freikirche spendet Einnahmen ihres Weihnachtsmarktes

Marius Fuhrmann
Caroline Stollmeier (l.) und Dolores Mora suchen nach Gewinnen der Tombola, die beim Weihnachtsmarkt der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde aufgebaut war.
Caroline Stollmeier (l.) und Dolores Mora suchen nach Gewinnen der Tombola, die beim Weihnachtsmarkt der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde aufgebaut war.
Foto: Lars Fröhlich
Rheinhauser Kom’ma-Theater und die Organisation „1000Plus“ bekommen die Einnahmen des Weihnachtsmarktes der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde.

Duisburg-Rheinhausen.  Der aufblasbare Schneemann, der neben dem Altar steht, kippt langsam zur Seite. Vielleicht ist ihm zu warm geworden. Ansonsten aber läuft der Benefiz-Weihnachtsmarkt der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Rheinhausen nach Plan. „Die meisten Leute kommen erst gegen Abend, dann machen wir auch den größten Umsatz“, sagen Matthias Tilgner und Peter Becker, die den Weihnachtsmarkt mit ihrem rund 30-köpfigen Team im Hof der Gemeinde geplant haben.

Sie rechnen mit Einnahmen von etwa 2 000 Euro. „Wir als Gemeinde legen noch etwas drauf, um auf einen runden Betrag zu kommen“. Die Erlöse des Weihnachtsmarkts gehen in diesem Jahr an das Rheinhauser Kom’ma-Theater und die Organisation „1000Plus“, die Frauen während der Schwangerschaft unterstützt, um Abtreibungen vorzubeugen. „Mit dem Verein arbeiten wir schon seit fünf Jahren zusammen. Es gibt Studien, die belegen, dass Frauen nach einer Abtreibung vermehrt psychische Probleme bekommen. Durch gezielte Beratung kann man diese verhindern und ein Leben erhalten“, erklärt Becker.

Einnahmen sind fürs Kom’ma-Theater und für „1000Plus“ bestimmt

Mit einem Teil des Geldes solle auch die Arbeit des Kinder- und Jugendtheater „Kom’ma“ gewürdigt werden. „Vor allem, weil das Theater so eine tolle Jugendarbeit macht“, sagt Becker. Jedoch leide das Theater unter finanziellen Engpässen. „Die leben von Eintrittsgeldern und dem, was sie von der Unterstützung bekommen. Leider ist dieses Geld mit der Zeit immer weniger geworden“.

Während draußen im Hof Grillwürstchen brutzeln und Glühwein brodelt, steht drinnen ein reichhaltiges Kuchenbuffet bereit. Bei der Tombola gibt es am frühen Abend immerhin noch einen Fahrradhelm und ein Sitzkissen des MSV Duisburg zu gewinnen. Die meisten Gewinne seien Geschenke von Sponsoren, erklärt Becker.

Im Gottesdienstraum treten Showtanzgruppen und Musikacts auf. Neben der Coverband „Chili con Cover“ spielt der Bluesgitarrist Chris Cramer, ein Freund von Matthias Tilgner. Wie alle Künstler tritt Cramer ohne Gage auf. „Ich hatte Zeit, da bin ich sehr gerne gekommen“, sagt er. „Die Leute spenden grundsätzlich gerne, sie müssen nur wissen, wofür. Wenn was bei herum kommt, freue ich mich, wenn ich was dazu beitragen kann“ sagt der Gitarrist, der den Gottesdienstraum kurze Zeit später mit seinem „Froschkönigblues“ erfüllt.

„Bleiben, bis sie uns rausschmeißen“

Die Freunde Nico Sowa, Florian Wittfeld und Sven Hübner bleiben lieber draußen bei ihrem Bier. „Wir wohnen um die Ecke und bleiben, bis sie uns rausschmeißen“, sagt Wittfeld. „Für den guten Zweck einen heben, da sind wir dabei“.