Frauen im Pop: Ilse Jung in Gronau

Wenn am Freitag, 1. März, nach intensiver Planung die bundesweite und auch teilweise internationale Ausstellung „She Pop - Frauen.Macht.Musik“ im Gronauer Rock‘n’Pop-Museum eröffnet wird, ist eine Künstlerin aus Baerl mit dabei. Die 65-jährige Ilse Jung spielt heute noch Gitarre in der Band „Still Alive“ und war in den 1960er Jahren Mitglied bei der im westdeutschen Raum bekannten Frauenmusikgruppe „The Ragdolls“.

Damals wurde der Sound für junge Leute Beatmusik genannt – nach den vier „Pilzköpfen“ aus Liverpool „The Beatles“ (Wortspiel aus Schlag = Beat und Beetle = Insekt). Der Traum von Millionen Mädchen in aller Welt wurde wahr. Aber diese Beatmusik war vorwiegend männlich bestimmt. Junge Frauen waren nur als Solisten gefragt. Aus England kamen jedoch vier Frauen, die sich „The Liverbirds“ nannten und als erste weibliche Beatband weltweit berühmt wurden: ihr Hit „Peanut-Butter“ („Erdnuss-Butter“) von 1965 war eine herzhaft raue Portion Rock ’n Roll. Die Band bestand aus Pamela Birch (Gesang, † 2009), Valerie Gell (Gitarre), Sylvia Saunders (Schlagzeug) und Mary McGlory (Bass). Mary McGlory lebt ebenso wie Pamela Birch (bis zu deren Tod) 2009 in Hamburg und ist mit dem Gema-Aufsichtsratsmitglied Frank Dostal (früher bei „The Rattles und „Wonderland“) verheiratet. Sie wird auch bei der „She Pop“ erwartet, ebenso wie einige Mitglieder der Band „The Rag Dolls“.

Ilse Jung stellt in Gronau Bilder, Fotos und Zeitungsartikel über ihre Duisburger Frauenband „The Ragdolls“ aus. Ihr heutiger Mann Manfred, der mit ihr bei „Still Alive“ rockt, hat die Zeit damals miterlebt. Jung verkleidete sich als Chauffeur und begleitete seine damalige Verlobte Ilse, damit die immer in (seinen) guten Händen blieb – bis heute.

 
 

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