Franz Müntefering ehrte Sozialdemokraten in Duisburg

Marius Fuhrmann
Franz Müntefering (4. von links) besucht den SPD-Ortsverein Rumeln-Kaldenhausen und ehrt langjährige Mitglieder.
Franz Müntefering (4. von links) besucht den SPD-Ortsverein Rumeln-Kaldenhausen und ehrt langjährige Mitglieder.
Foto: Lars Fröhlich
Der ehemalige Vize-Kanzler Franz Müntefering besuchte und ehrte die SPD-Mitglieder in Rumeln-Kaldenhausen

Duisburg. Normalerweise führt der Ortsverein der SPD Rumeln-Kaldenhausen seine Jubilarehrungen am ersten Advent nur mit Kaffee und Kuchen durch. Anlass für einen umfangreicheren Empfang war am Sonntagvormittag jedoch die Anwesenheit eines ganz besonderen Ehrengastes, nämlich die des ehemaligen Bundesvorsitzenden und Vizekanzlers Franz Müntefering (76). Der nahm sich gut zwei Stunden Zeit, um gemeinsam mit den rund 30 Anwesenden im Awo-Begegnungszentrum an der Kapellener Straße zu frühstücken. Dabei betonte er die Gemeinschaftskultur der Ortsvereine: „Es ist nicht selbstverständlich, sich regelmäßig zu treffen und mal frei von Politik miteinander zu sprechen. Doch gerade das Gespräch und der persönliche Austausch sind sehr wichtig für eine gute Arbeit vor Ort.“

Fünf Jubilare

Den fünf Jubilaren – Hannelore Richter, Helmut Wegner, Joachim Homrich, Hermann Illian und Hans Tasch – überreichte der ehemalige Bundesminister ihre Urkunden zu 40 beziehungsweise 50 Jahren SPD-Mitgliedschaft. Vorher richtete er über eine halbe Stunde lang das Wort an das Publikum. Das Ruhrgebiet habe einen besonderen Beitrag zur Stabilisierung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg geleistet, so Müntefering. „Ihr helft dabei, dass das so bleibt“, sagte er zu den Mitgliedern des Ortsvereins. Gleichzeitig bat er sie um Unterstützung für den Bundes- und Landtagswahlkampf im kommenden Jahr.

Auch die gewählten Kandidaten, die Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas und der Vertreter im Landtag, Rainer Bischoff, waren zu der Feier gekommen. Bas ist aber noch nicht so lange in der Partei wie die Jubilare. „Ich bin 1988 eingetreten, das 25-jährige Jubiläum habe ich also schon hinter mir“, sagte sie. Zufälligerweise sei es ebenfalls Müntefering gewesen, der ihr damals gratulierte. „Das war aber auf Bezirksebene, dass so jemand die Mitglieder auf Ortsebene auszeichnet, ist eher selten“. Gerade dies sei aber eine Wertschätzung für Arbeit der Menschen. „Denen bedeutet das ganz viel“.

„Es ist eine große Ehre“

Hannelore Richter, die stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins und seit 38 Jahren in der SPD aktiv, habe ihre Freude kaum in Worte fassen können, als sie erfahren habe, wer der Ehrung beiwohnen würde. „Ich habe den Franz in all den Jahren ein paar Mal auf diversen Veranstaltungen erlebt und habe großen Respekt vor seiner Position“, sagte sie, „aber von ihm persönlich ausgezeichnet zu werden, ist eine große Ehre.“