Erdig, ehrlich und laut

Daniel Cnotka
„Sheer Lunacy“, ein Quintett mit Rheinhauser Wurzeln, rockt morgen im Parkhaus Meiderich

„Sheer Lunacy“, dieser Bandname kommt einem am besten über die Lippen, wenn die Zunge nach vielleicht einem Bierchen etwas gelockert ist. Das sagen die Mitglieder zumindest selbst. Was nicht heißen soll, dass man getrunken haben muss, um die Truppe gut zu finden. Die Musik der fünf Herren soll Rockfans definitiv auch nüchtern Spaß machen. Überzeugen können sie sich davon beim Auftritt am morgigen Samstag in Meiderich.

Wie kam es zu dem Namen und was bedeutet er überhaupt? „Wir haben uns 2010 zusammengefunden und brauchten einen Namen, den man auch in den Suchmaschinen schnell findet“, sagt Sänger Peter Maas. Bassgitarrist Andreas Böhm hatte letztlich die Idee, „Sheer Lunacy“ ist eine Redewendung, die ins Deutsche übersetzt, „absoluter Wahnsinn“ bedeutet.

Der Name soll Programm sein, klar. Dafür probt das Quintett einmal pro Woche, vor Auftritten zweimal. Für einen perfekten Auftritt haben sich Maas und seine Band Verstärkung geholt. Zu Bassgitarre (Andreas Böhm), Gesang (Peter Maas), Gitarre (Uwe Johann) und Schlagzeug (Wolfgang Hendriks) hat sich jüngst ein Keyboarder gesellt. Der Berufsmusiker Barney Brands, wie Peter Maas ist er Rheinhauser, spielt auch in der neuen Band von „Wölli“, dem Ex-Schlagzeuger der „Toten Hosen“.

Die Männer – allesamt nebenberuflich musikalisch – sind von Brands Keyboard-Klängen begeistert, „wie wir darauf nur die ganze Zeit verzichten konnten?“

Erdig, ehrlich, laut, so beschreiben Sheer Lunacy ihre Musik. Zu Gehör bringen sie absolute Rock-Klassiker von Deep Purple über Billy Idol bis Whitesnake oder Iron Maiden. „Das klingt dann ziemlich hart“, sagt Maas, um dann unmissverständlich klarzustellen, dass man zwar die Idole aus der Jugend covere, sie aber niemals einfach nur nachspielen würde. Dazu wollen die fünf Musiker trotz allen musikalischen Anspruchs, „ein großes Stück Herz und Seele bewahren“.

Die Anspannung steigt

Im Probenraum der Gruppe in der Nähe von Tönisvorst - Schlagzeuger „Wolly“ Hendriks wohnt dort - steigt die Anspannung. Auch wenn die Herren seit Jahrzehnten Musik machen, Lampenfieber hat zumindest Peter Maas noch immer. Mit Beginn des Konzertes, zur Eröffnung wollen sie den Deep Purple-Klassiker „Burn“ spielen, hat sich dieses dann aber gelegt. Dann rocken sie das Parkhaus und erst nach mehr als zwei Stunden wollen sie damit aufhören...

„Wreck your Neck!“ heißt der Titel des Konzertabends morgen im Parkhaus Duisburg-Meiderich (Bürgermeister-Pütz-Straße 123) Los geht’s um 20.30 Uhr mit der Band „Midland“, danach rocken „Sheer Lunacy“. Eintritt: zehn Euro pro Person an der Abendkasse. Kontakt: www.sheerlunacy.de