Epizentrum des Frohsinns

: Die gut gelaunten Homberger waren freigiebig mit Applaus-Raketen.
: Die gut gelaunten Homberger waren freigiebig mit Applaus-Raketen.
Foto: WAZ FotoPool
Der Elferrat der Kolpingfamilie Homberg veranstaltet grandiose Prunksitzung in der ausverkauften Glückauf-Halle

Die Glückauf-Halle ist rappelvoll, Ghostbusters liegen Schlümpfen in den Armen, der Klerus schunkelt mit Teufeln, Geishas, Superhelden, Piraten und Marie Antoinette. Das kann nur eines bedeuten: Der Elferrat der Kolpingfamilie lässt mit seiner fulminanten Prunksitzung Hombergs größte Karnevalsparty steigen. Für viele Narren war sie zurecht ein Juwel der Session.

„Homberg ist das Epizentrum des rheinischen Frohsinns!“, sagte Moderator Klaus Ruprecht, lauter Jubel stimmte ihm zu. Bereits als die Swinging Funfares mit Stimmungsliedern den Auftakt machten, klatschte und sang das Publikum mit, belohnte den Auftritt mit einer Rakete – es sollte längst nicht die letzte des Abends bleiben.

Urgesteine des rheinischen Liedguts

Immer, wenn man meinte, die Feierlaune der Homberger könnte gar nicht besser werden, setzen sie noch einen drauf, etwa als die Kölsch Fraktion mit den Ur-Höhnern Peter Horn und Franz-Martin Wilizil zum Mikrofon griff. „Dat is’ ja der Hammer, dat wir die heute hier ham“, rief eine Teufelin entzückt. Das sahen die übrigen Gäste ebenso und begannen eine Polonaise durch den Saal. Aber auch die Musikshows der vereinseigenen Gruppen, der Homberger Sternchen und der Tena Ladies, sorgten bei ihrem jecken Heimspiel für überschwänglichen Applaus.

Dass der Elferrat der Kolpingfamilie keine Nachwuchssorgen hat, bewiesen seine Tänzerinnen. Die Garde in rot-weißer Uniform fuhr die gesamte Palette ihres Könnens auf, sie warfen die Beine in die Luft, zeigten eingesprungene Spagate und Hebefiguren. Die Showtanzgruppe Galaxy Dancers entführte die Zuschauer hingegen ins Weltall und die Kindertanzgarde, die Daylight Stars, rührte mit ihrem Auftritt vereinzelte Fans sogar zu Freudentränen.

Hoch ging es aber auch in der Bütt her. Joachim Jung alias Liselotte Lotterlappen brachte die Jecken vor allem durch schlüpfrige Witze zum Lachen und darin stand der lustige Jo (Jürgen Busch) in nichts nach, auch bei ihm kugelten sich die Bäuche. Zwerchfellschmerzen gab es zudem, als Klaus & Willi die Bühne betraten, der Bauchredner Klaus Ruprecht und sein lästernder Affe Willi lieferten sich in „Hombergs guter Stube“ ein hochkarätiges Zwiegespräch.

Knacki Deuser rockt den Saal

Der heimliche Star des Abends war jedoch Nightwash-Erfinder Knacki Deuser, der spontan für den erkrankten Jörg Knör einsprang – einen besseren Ersatz hätte der Elferrat jedoch nicht finden können, denn der Kabarettist und Karnevalsneuling rockte auch zu später Stunde noch die Glückauf-Halle und dem Publikum wollten die Arme beim Applaus einfach nicht müde werden.

Als dann das langerwartete Männerballett „Die Rheinperlen“ seine aktuelle Show präsentierte, ging eine grandiose Karnevalssitzung zu Ende. Für viele Narren war damit aber noch lange nicht Schluss, sie tanzten zur Musik der Band Blue Birds bis tief in die Nacht.

 
 

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