EKZ: Pläne für Großumbau

Foto: NRZ

Rheinhausen. Das „EKZ Asterlagen“ soll bald deutlich sein Gesicht verändern. Das sagte Pächter Hans Czaikowski, Betreiber der beiden größten Supermärkte in Rheinhausen, im Gespräch mit der Redaktion. „Wir haben dem Vermieter unser Konzept vorlegt. Jetzt liegt die Entscheidung bei ihm.“

Bei der Übernahme 1996 habe man nur grob renoviert. Inzwischen ist der schmucklose Bau an der Asterlager Straße weiter in die Jahre gekommen, jetzt steht die Generalüberholung an. „Spätestens 2012 wollen wir mit den Arbeiten beginnen“, sagt Hans Czaikowski.

Es ist eine Nachricht, die mitten in die Diskussion über das umstrittene Einzelhandels- und Zentrenkonzept fällt. Und es ist das beste Beispiel, mit dem sich zeigen lässt, welche Auswirkungen dieses Konzept überhaupt hat.

Laut der geplanten Neustrukturierung der Stadt liegt das Einkaufszentrum in Asterlagen außerhalb des übergeordneten „Nebenzentrums“ Rheinhausen. Obwohl nur wenige hundert Meter vom Ende der Fußgängerzone entfernt, nennen es die Stadtplaner eine Ansammlung von Fachmärkten.

Bestes Beispiel für
Folgen des Konzepts

Auf den insgesamt 20 500 Quadratmetern, die immerhin ein Fünftel der gesamten Verkaufsfläche in Rheinhausen darstellen, soll nur das verkauft werden, was den mittel- und langfristigen Bedarf deckt. Und deshalb erhält das EKZ nicht einmal den Titel eines „Nahversorgungszentrums“, was es in der Realität aber seit Jahren ist.

Doch nach dem neuen Konzept verwehrt die Stadt einem ansiedlungswilligen Einzelhändler, der dort Nahrungsmittel, Blumen, Arzneimittel oder Zeitschriften verkaufen will, künftig die Genehmigung. Sprich: Das EKZ dürfte heute an dieser Stelle gar nicht mehr gebaut werden.

Der Grund: Der Kernbereich, sprich das „Nebenzentrum Rheinhausen“ mit Markt und umliegenden Einkaufsstraßen, soll geschützt werden, damit nicht Geschäfte außerhalb dieses Zentrums die Kunden abziehen.

Im Fall Czaikowski, der sowohl das EKZ in Asterlagen als auch den großen Supermarkt im Marktforum betreibt, würde das paradoxerweise bedeuten: Er schädigt sich selbst.

Hans Czaikowski hat das neue Konzept in seiner Mülheimer Firmenzentrale, von wo aus er mit seinem Sohn die fünf Edeka-Märkte in Duisburg, Krefeld und Mülheim führt, zwar auf dem Schreibtisch liegen. Doch er ist gerade erst aus dem Urlaub zurück und hat es noch nicht durchgearbeitet. Im Falle des Umbaus ist es für ihn auch bedeutungslos, weil die bestehenden Läden Bestandsschutz genießen.

Das EKZ Asterlagen soll nach dem Umbau deutlich moderner aussehen: Neue Außenfront, neue Eingänge, neue Technik, neues Innenleben. Wie viel am Ende sein Unternehmen und der Vermieter genau investieren, könne Czaikowski nicht abschließend sagen, rechnet aber mit rund 1000 Euro pro Quadratmeter alleine für den Innenausbau. „Wir sind bereit, unseren Teil zu leisten“, sagt er, „denn wir sind mit dem Standort sehr zufrieden.“

 
 

EURE FAVORITEN