Ein letztes Mal bebte das Festzelt

Die Stimmung bestens, alle Plätze belegt und ein Programm voller Eigengewächse - die Sitzung des Elferrates der Kolpingfamilie Homberg hatte dieselben erfolgreichen Zutaten, wie in den letzten Jahren. Nur eine Sache war am Sonntagabend anders. Denn wie die anderen Homberger Karnevalssitzungen stieg die Kolping-Veranstaltung nicht in der Glückauf-Halle, sondern im großen Festzelt auf dem Bürgermeister-Wendel-Platz.

Das erbebte unter dem tosenden Applaus von mehr als 900 Gästen, als das Showorchester Swinging Funfares den Abend mit seinen mitreißenden Rhythmen eröffnete. Von außerhalb kamen ebenfalls die Kölschrock-Karnevalisten der bekannten Gruppe „Kasalla“. Sie heizten der Stimmung im Zelt um kurz nach 23 Uhr noch einmal so richtig ein. Aber die Kolpingfamilie kann sich auf ihren Sitzungen vor allem mit ihren Eigengewächsen rühmen. Allen voran natürlich Klaus & Willi. Für den Komiker mit seinem sprechenden Affen ist die Sitzung bei seinem Stammverein in Homberg oft auch der Sessionsabschluss. Auch „Der lustige Joe“ machte in der Bütt seinem Namen alle Ehre. Die Garde- und Showtänzer der Galaxy Dancers zeigten gleich in zwei Formationen ihr Können. Genauso wie die Tena-Ladies, die Homberger Sternchen und das Männerballett Rheinperlen sind sie ein erfolgreicher Stimmungsgarant aus dem eigenen Hause der Kolpingfamilie.

„Entgegen aller Erwartungen ist es richtig voll und nett hier“, sagte Thorsten Willems vom Elferrat in Bezug auf das Zelt. Denn die Stimmung ließen sich die Feiernden nicht verderben. Schließlich hatte der Verein auch wieder für eine umfangreiche Dekoration gesorgt. Von der Decke hingen beispielsweise viele der selbstgebastelten karnevalistische Holzfiguren, die auch immer in der Glückauf-Halle hängen.

Etwas kürzer, dafür spaßiger

Dennoch seien einige Gäste explizit deswegen nicht gekommen, weil sie nicht im Zelt feiern wollten, so Willems. Das falle Gott sei Dank nicht so auf, weil in die Halle rund 140 mehr Gäste passen, als in das Zelt. So war es trotz insgesamt weniger Kartenverkäufe ausverkauft. Hinnehmen mussten die Karnevalisten auch, dass im nicht so lärmisolierten Zelt früher Schluss war, als in der gemauerten Halle. Um kurz nach 0 Uhr wurde die Musik zum Abschied gespielt und die Jecken mussten sich auf den Heimweg machen. In der Glückauf-Halle wurde zuweilen bis 3 Uhr in der Nacht gefeiert. Aber da hielt es der Elferrat bei seiner Sitzung wie mit der Session: Zwar etwas kürzer, dafür umso spaßiger.

 

EURE FAVORITEN