Ein Heim für Fledermaus und Co.

Rund 20 Jungen und Mädchen hängten unter fachkundiger Anleitung rund um den Homberger Ehrenfriedhof Nistkästen auf.

Besonders handfest waren die letzten Ergebnisse der Arbeit des „Schülerclub“ im Hochheider Falkenheim: Die Kinder zwischen zehn und 14 Jahren, die sich nach der Schule an der Kirchstraße treffen, hatten Nistkästen für einheimische Vogelarten angefertigt - und die haben sie jetzt, unterstützt vom Homberger Vogel-Experten Peter Kozica, rund um den alten Parkfriedhof aufgehängt.

Spaß kommt nicht zu kurz

Etwa 20 Schüler der benachbarten Schulen - Hauptschule In den Haesen, Förderschule Ottostraße und Erich Kästner Gesamtschule - besuchen den „Schülerclub“ im Falkenheim. Nach dem Unterricht gibt es dort anleitende Hausaufgabenbetreuung für Kinder und Jugendliche bis zur 7. Klasse, Bastel-, Mal- und Werkangebote, und natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Thematisch hat sich das Team um Heimleiter Mark Roorda dieses Jahr die Stadt Duisburg vorgenommen: Sport in Duisburg und das historische Duisburg kommen nach dran, aber erst mal ging es um Natur in Duisburg. Da lag das Augenmerk hauptsächlich auf dem gefiederten Teil der Tierwelt.

Zu erfahren, dass vielen Vogelarten in der Großstadt Nistmöglichkeiten fehlen, spornte die Schüler zur Eigeninitiative an: Sie organisierten Bausätze für Nistkästen, die mit variablen Ringen für die Einfluglöcher für die verschiedensten Vogelarten, von der Meise bis zum Star, passend gemacht werden können. Zehn Stück davon zimmerten die Kids zusammen, lackierten sie fachgerecht und bespannten sogar die Dächer mit Dachpappe.

Daraufhin stellte sich die Frage: Wohin mit den Kästen? Glücklicherweise gibt es in Homberg jemanden, der sich mit so etwas auskennt: Peter Kozica, als Hans Dampf in nahezu allen Gassen unter anderem auch im Vorstand der „Vogelfreunde Duisburg e.V.“ (ehemals „Dompfaff“) aktiv, wusste, dass sich am alten Friedhof nahe der Schillerstraße allerlei Federvieh über einen Platz zum Brüten freuen würde.

Fortsetzung der
Aktion ist geplant

Nachdem das Ordnungsamt sein Okay gegeben hatte, ging es unter seiner Anleitung ins Grüne, um die künstlichen Bruthöhlen ihrer Bestimmung zu übergeben. Fortsetzung nicht ausgeschlossen: „Als wir tiefer in das Thema eingestiegen sind, haben wir erfahren, dass es in Homberg auch Eulen und Fledermäuse gibt, die Brutplätze brauchen“, sagt Roorda. „Und auch für die gibt es Nistkästen.“ Demnächst vielleicht ein paar mehr - dank der Kids aus dem Falkenheim.

 
 

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