Der nächste Schritt ist gemacht

Die Sanierung des Hochhausquartiers ist mit 16 Millionen Euro veranschlagt.
Die Sanierung des Hochhausquartiers ist mit 16 Millionen Euro veranschlagt.
Foto: WAZFotoPool
Das integrierte Handlungskonzept für das Hochhausquartier passiert nach vielen Diskussionen die Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl.

Die kleine Bühne hat Planungsdezernent Carsten Tum mit seinem Integrierten Handlungskonzept (IHK) für das Hochhausquartier Hochheide gemeistert. Die Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl bestätigte die Pläne mit einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen. Dezernent Tum tritt mit seinem Konzept noch auf größeren Bühnen auf. Zunächst muss das um die 16 Millionen Euro starke Paket den Rat am 8. Juli passieren, Bürgerinformationen stehen ebenso noch auf dem Programm.

Ziel des Handlungskonzeptes ist es unter anderem, nicht mehr benötigten Wohnraum abzureißen, beziehungsweise zu reduzieren. Ein Abriss von bis zu drei der sogenannten „Weißen Riesen“ steht im Raum (wir berichteten). Von den rund 16 Millionen Euro Gesamtkosten, etwa für Kauf und Abriss des Hochhauses Ottostraße 24-30, müsste die Stadt rund 3,2 Millionen Euro übernehmen. Tum machte am Donnerstagabend noch einmal deutlich, dass Gelder vom Land nur für gesamte Sanierungsgebiete zu bekommen seien, nicht etwa für Einzelmaßnahmen wie den Abriss eines Hauses. Die Gespräche mit Düsseldorf seien positiv verlaufen, man könne sich berechtigte Hoffnungen machen, Geld aus dem Städteförderungsprogramm NRW zu bekommen.

Vor die Entscheidung setzt die Gemeindeordnung die Diskussion. Und diskutiert wird in der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl bekanntlich reichlich. So beschwerte sich die Linke wortreich darüber, dass es bisher keine Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema gegeben habe, was der Dezernent mit Zeitmangel begründete, aber schnellstens nachholen will. Dem geforderten Abriss der nicht mehr genutzten und offenbar maroden Marktschule entsprach Carsten Tum nicht, man müsse erst einmal abwarten. Indes sollten die Vermarktungsbemühungen der Fläche zunächst ausgesetzt werden.

Unveränderter Sanierungsbereich

Ebenso vom Tisch sind Bestrebungen von CDU-Fraktionschef Klaus Radny. Der hatte gefordert, das Haus Moerser Straße 180 aus dem Sanierungsbereich zu streichen, das gegenüberliegende Haus Husemannstraße 1-3 dagegen aufzunehmen. Diverse Bürger hätten ihm gesagt, dass er damit richtig liegen würde. Aus Verwaltungskreisen ist dagegen zu vernehmen, dass sich der CDU-Mann eher um den Wert seines Hauses, er wohnt Moerser Straße 180, sorgen könnte. Dieser könnte bei einer Überplanung des gesamten Gebietes womöglich sinken.

So war eine der beiden Gegenstimmen gegen das Integrierte Handlungskonzept Hochhausquartier Hochheide die von Klaus Radny. Ebenso dagegen stimmte Wolfgang Samorzewski. Er ist als Wohnungsverwalter, unter anderem in Hochheide tätig...

 
 

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