Bürger reden mit

Matthias Oelkrug
Foto: Linz/PiLi

Homberg. Zum Container-Terminal im Rheinpreußenhafen wird es sowohl einen „Runden Tisch“ als auch das offizielle Verfahren geben.

Der Bebauungsplan, mit dem das Duisburger Stadtplanungsamt das umstrittene Containerterminal im alten Rheinpreußenhafen, dem zukünftigen Gewerbegebiet „Logport III“, lenkend begleiten will, wurde von der Homberger Bezirksvertretung mit einem Zusatz-Antrag der CDU verabschiedet: Diese fordert von der Stadt, einen „runden Tisch“ einzurichten, an dem etwa Vertreter des Bürgerforums und der betroffenen Bürgervereine, etwa Haesen und Ruhrort, mit der Stadt und dem Bauherren, der Duisburger Hafen AG, ihre Sorgen und Nöte besprechen können.

Auf Antrag der Grünen blieb aber auch die übliche Bürgerbeteiligung in Form von Anhörungen und der Möglichkeit, Einwände zu formulieren, im Antrag. Deren Fraktionsvorsitzender Matthias Schneider: „Statt einer unverbindlichen Gesprächsrunde unter Federführung der Hafengesellschaft setzen wir lieber auf eine offizielle, rechtlich bindende Bürgerbeteiligung durch die Stadt.“

Nicht durchsetzen konnten die Grünen sich mit ihrem Antrag, Einschränkungen in puncto Verkehrs- und Feinstaubbelastung schon jetzt im Aufstellungsbeschluss festzuzurren. Mario Adams (CDU): „Es ist ja nur ein kleines Terminal. Die Verkehrsbelastung wird mit der in Rheinhausen nicht vergleichbar sein.“

Schneider und sein SPD-Kollege Mahmut Özdemir hoffen jetzt, diesen Antrag im Planungsausschuss und Stadtrat doch noch durchzusetzen. In diesen Gremien herrscht eine rot-rot-grüne Mehrheit, während der Homberger Linke-Vertreter Roland Busche sich mit SPD und Grünen überworfen hat und nun als „Zünglein an der Waage“ Schwarz-Gelb unterstützt.