Bücherei bekam Aufschub

Klara Helmes
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Issum.  Erleichterung bei der evangelischen Bücherei, sie hat noch etwas Zeit und Spielraum bekommen. Denn in der jüngsten Sitzung haben die Mitglieder des Jugend-, Sozial-, Kultur- und Sportausschusses sich unter anderem mit der Fortführung und Finanzierung der Bibliothek in Issum befasst und dem Rat empfohlen, im Haushaltsplan für das Jahr die Mittel von gut 6200 Euro zunächst noch in unveränderter Höhe bereitzustellen.

Die Verwaltung der Gemeinde wurde jedoch beauftragt, mit den Beteiligten in Gespräche einzutreten und Wege aufzuzeigen, wie die Finanzierung ab dem Jahr 2015 sichergestellt werden kann. Ein Arbeitskreis hatte 2010 empfohlen, die Mittel um 50 Prozent zu kürzen.

Im Zuge der Sparmaßnahmen der Gemeinde bleiben die Zuschüsse an Verbände und Vereine für weitere drei Jahre bis einschließlich 2016 um 50 Prozent reduziert. Johannes Elbers von der Gemeinde erläutert: „Ursprünglich gab es für Martinszüge, Karnevalumzüge und Musikkonzerte insgesamt 3000 Euro, seit drei Jahren nur noch insgesamt 1500 Euro.“ Dieser Betrag wurde für weitere drei Jahre eingefroren. Die Kürzungen gelten jedoch nicht für Zuwendungen für Vereinsjubiläen.

Der Bericht der Mitarbeiter der Jugendbegegnungsstätte über die Offene Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Issum wurde vom Ausschuss zur Kenntnis genommen. Daneben wurde beschlossen, dass die Jugendarbeit nach der Schließung des Jugendheimes in Sevelen, die Ende Mai 2014 geplant ist, auf das Jugendheim der Gemeinde in Issum beschränkt wird.

Das Konzept über die offene Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Issum liegt vor und wird zur weiteren Beratung in die Fraktionen verwiesen, mit dem Ziel, darüber in der nächsten Ausschusssitzung erneut zu beraten. Hintergrund ist das stark geänderte Freizeitverhalten der jungen Leute durch Ganztagsbetreuung und ähnliche Entwicklungen. Dem will das Konzept Rechnung tragen.

Die geplanten Turnhallen-Nutzungsgebühren für die Sportvereine sind erst vorerst Tisch. Bis Januar 2015 soll eine Lösung gefunden werden (wir berichteten). Die Verwaltung soll verhandlungsoffene Gespräche mit den Vereinen führen und Einsparpotenziale aufzeigen.