Bildband-Reihe posthum komplett

von Matthias Oelkrug
Foto von Freitag, den 02.03.2012 vom Heimatmuseum des Freundeskreises Historisches Homberg in Duisburg - Homberg. Das Museum an der Augustastrasse feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Im Foto: Archivar Franz Gerd Gehnen mit alten Plakaten Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Foto von Freitag, den 02.03.2012 vom Heimatmuseum des Freundeskreises Historisches Homberg in Duisburg - Homberg. Das Museum an der Augustastrasse feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Im Foto: Archivar Franz Gerd Gehnen mit alten Plakaten Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Foto: WAZFotoPool
Vor seinem Tod vollendete der Homberger Heimatforscher Franz-Gerd Gehnen noch Band zehn seiner Reihe über das historische Homberg, der jetzt erschienen ist.

Die Hinterbliebenen des vor knapp einem Jahr verstorbenen Homberger Heimatforschers Franz-Gerd Gehnen vollenden posthum seine Buchreihe „Homberg (Niederrhein) - ein Ausflug in die Vergangenheit und Gegenwart“. Band Zehn ist jetzt, vier Jahre nach Band Neun, erschienen.

„Vor seinem Tod konnte mein Vater noch den zehnten und ohnehin als letzten geplanten Bildband fertig stellen, sich krankheitsbedingt aber nicht mehr um die Veröffentlichung kümmern“, berichtet seine Tochter Tanja Gehnen. „Meine Mutter und ich haben den Bildband nun in seinem Namen herausgebracht.“ Nicht nur der verstorbene Autor habe diese Veröffentlichung ausdrücklich gewünscht, berichten die Gehnens, auch zahlreiche Freunde von Franz Gerd Gehnens bisheriger Arbeit hätten sich bei der Familie gemeldet und gespannt des Erscheinens geharrt.

Der im Juli 2012 72-jährig verstorbene Gehnen war Mitbegründer und bis zuletzt eines der aktivsten Mitglieder im „Freundeskreis Historisches Homberg“. Als Archivar des Vereins hatte er die „historische Stube“, das kleine aber feine Heimatmuseum im Dachgeschoss des Kultur- und Freizeitzentrums, maßgeblich mit aufgebaut - und reichlich historisches Bildmaterial gesammelt, an dem er der Öffentlichkeit in seinen Bildbänden teilhaben ließ.

Ergänzt werden die historischen Aufnahmen aus dem Archiv von aktuellen Fotos, die dokumentieren, wie die Entwicklung von Gehnens „Stadt im Grünen“ weiter geht. Gerne werden alte und neue Aufnahmen gegenüber gestellt, im aktuellen Band etwa beim Verwaltungsgebäude der Rheinpreußen-Zeche.

Aktuelle Schwerpunkte

Die Mehrheit der 160 Seiten von Band Zehn füllen allerdings aktuelle Bilder aus der Zeit seiner Entstehung - Gehnen hatte es im März 2012 fertig gestellt, ursprünglich sollte es im Oktober erscheinen. Schwerpunkte sind entsprechen die Schäden durch den Orkan „Norina“, Hoch- und Niedrigwasser am Homberger Rheinufer, der Schwertransport eines Reaktors für das Moerser Chemiewerk Sasol vom Rhein durch Homberg nach Moers sowie zahlreiche Baumaßnahmen, die das Ortsbild tiefgreifend veränderten, etwa das Seniorenheim an der Zechenstraße oder der Umbau von Krankenhaus, Altenheim und Gemeindezentrum rund um die Marienstraße.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Hochheider Parkfriedhof und der 1870 angelegte Homberger Friedhof an der Friedhofsallee mit den Grabstätten historischer Persönlichkeiten, der auch den Titel schmückt. Dass dieser Friedhof 2012 - nicht zuletzt auf Gehnens Bestreben hin - unter Denkmalschutz gestellt wurde, ist Teil seines Vermächtnisses.