Beifall für Sauerland beim Neujahrsempfang der CDU Homberg

Klaus-Ulrich Radny, Bezirksfraktionschef der CDU in Duisburg-Homberg empfiehlt nicht an der Abstimmung über die Abwahl des   Sauerlands teilzunehmen: „Es ist keine echte Wahl, nur eine Absetzung unseres Oberbürgermeisters. Foto: Friedhelm Geinowski
Klaus-Ulrich Radny, Bezirksfraktionschef der CDU in Duisburg-Homberg empfiehlt nicht an der Abstimmung über die Abwahl des Sauerlands teilzunehmen: „Es ist keine echte Wahl, nur eine Absetzung unseres Oberbürgermeisters. Foto: Friedhelm Geinowski
Foto: WAZ FotoPool
Medienvertreter waren unerwünscht beim Neujahrsempfang der CDU-Homberg mit OB Adolf Sauerland. Aus der Pressemitteilung war zu erfahren: CDU-Politiker riefen zum Abstimmungsboykott auf und erhoben Vorwürfe gegen den SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Mahmut Özdemir.

Duisburg. Von einem Neujahrsempfang im Zeichen des Abwahlverfahrens gegen CDU-Oberbürgermeister Adolf Sauerland (auf dessen Wunsch keine Medienvertreter geladen waren) berichtet die CDU Homberg in einer nachträglichen Pressemitteilung. Im Saal der Liebfrauengemeinde in Hochheide begrüßte der Vorsitzende Frank Smejkal neben Sauerland und Bürgermeister Benno Lensdorf auch Klaus Rudatsch, den Vorsitzenden der Moerser CDU-Ratsfraktion. Die Ortsverbände wollen „ab sofort engen Kontakt herstellen“ und übergreifende Themen, etwa die geplante Deponie „mit gefährlichen Stoffen“ (Smejkal) in Baerl mit Anlieferungsverkehr über Moerser Gebiet künftig gemeinsam angehen.

Bezirks-Fraktionschef Klaus Radny empfahl, nicht an der Abstimmung teilzunehmen: „Es ist keine echte Wahl, nur eine Abstimmung über die Absetzung unseres Oberbürgermeisters. An so etwas nehme ich nicht teil“.

Vorwürfe gegen SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Mahmut Özdemir

Des Weiteren machten die Christdemokraten Stimmung in der Angelegenheit, die sie den „Fall Özdemir“ nennen: Der Vater des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden plant, der DEA das Nachbargrundstück seines Hauses abzukaufen, auf dem bislang ein Schäferhunde-Verein residiert. Der hatte sein Vorkaufsrecht als langjähriger Mieter nicht wahrgenommen und müsste sich im Fall des Abschlusses einen neuen Platz suchen – für die CDU die „Vertreibung eines Vereines, der 60 Jahre auf dem Gelände ansässig ist“ und damit „besonders verwerflich“. Radny wirft den Özdemirs Spekulation vor: Aus den Akten des Hundevereins ergebe sich „zweifelsfrei eine Beteiligung von Mahmut Özdemir“. Die CDU werde „alles tun, dass das jetzige Grünland nicht in Bauland umgewidmet wird“. (mao)

 
 

EURE FAVORITEN