Basteln, Hüpfburg und Disco

Hüpfen, Basteln, Toben und große Freude im Rheinhauser Stadtteilzentrum Regenbogenhaus. - Die Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers hatte die Jungen und Mädchen aus der nahe gelegenen Traglufthalle, der Flüchtlingsunterkunft Werthauserstraße und den Wohnungen von Flüchtlingsfamilien in der Franz-Schubert-Straße in Rheinhausen eingeladen, um eine schöne Zeit während der Ferienzeit zu verbringen. Und die hatten sie. Drei Tage vergnügten sie sich Mitte August auf der Hüpfburg, sie bastelten Holzketten oder Tiere aus Wolle und Pfeifenputzern. Am letzten Tag tanzten sie in der Disco mit schwarzem Licht und Lichtorgel.

„Wir organisieren immer Ferienspiele für die Kinder in den Grundschulen in Rheinhausen und haben uns überlegt, dass auch Kinder aus Flüchtlingsfamilien einen tollen Sommer haben sollen“, erzählt Nilüfer Yildirim, bei der Diakonie für den Arbeitsbereich „Familienhilfe sofort vor Ort“ zuständig. Die Idee kam an. „Von der Zahl der Kinder waren wir dann aber doch überrascht“, sagt Alina Morbitzer von der diakonischen Flüchtlingshilfe.

Auch in der Küche hatten die Kinder eine Menge Spaß, wenn sie mithalfen, Tomaten zu schneiden oder Gurken zu schälen. „Die Kinder machten richtig gut mit“, freut sich Nilüfer Yildirim. „Und bei aller Ausgelassenheit achteten sie darauf, was wir sagen.“ Deutlich sichtbar wurde das in den eilig abgestreiften Schuhen vor der Hüpfburg, denn mit Schuhen durften die Kinder nicht springen.

Viele der Vier- bis 14-Jährigen kamen aus Syrien und Afghanistan, manche aus Mazedonien, Albanien oder Serbien. Und ein Junge kam aus Deutschland. Er war gekommen, weil die Ferienspiele so schön waren.

International setzte sich auch die Seite der Erwachsenen zusammen, unter anderem, weil Flüchtlinge halfen. Beispielsweise der junge Flüchtling, der im Heimatland den Friseurberuf erlernt hatte, zeigte den Kindern, wie sie ihre Haare in Form bringen können. Andere Helfer kamen von der Caritas, „Mehr Flüchtlingshilfe e.V., sowie aus den Reihen der Ehrenamtliche. Außerdem unterstützte das Jugendzentrum St. Peter das Unternehmen.

„Besonders hat mich das Vertrauen der Eltern gefreut, die uns und das Regenbogenhaus von unserer Flüchtlingshilfe, den Sprachkursen und Beratungen her kennen“, sagt Nilüfer Yildirim. „Wir haben die Kinder aus der Traglufthalle abgeholt, und die Eltern vertrauten sie uns an. Die Kinder aus der Unterkunft Werthauserstraße kamen sogar allein. Weil wir schon seit Jahren regelmäßig Spielnachmittage und Lerngruppen für sie angeboten haben, empfinden sie das Regenbogenhaus mittlerweile wie ein Zuhause. Es waren drei sehr schöne Tage für uns alle. Den Kindern ein wenig Spaß und Zuwendung zu geben, macht uns glücklich.“

 
 

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