Baerler sehen Gerichtsurteil als Teilerfolg

Matthias Oelkrug
Mingas plant ein Grubengas-Kraftwerk an der Schulstraße in Baerl. foto : Volker Herold
Mingas plant ein Grubengas-Kraftwerk an der Schulstraße in Baerl. foto : Volker Herold
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Baerl. Nicht als Niederlage, sondern als „wichtigen Teilerfolg“ sieht die Baerler Bürgerinitiative gegen ein Grubengaskraftwerk die Entscheidung das Verwaltungsgerichtes (wir berichteten). Immerhin sei der Lärmschutz jetzt stärker berücksichtigt.

Zwar hatte das Gericht den Kraftwerksbau grundsätzlich für rechtens erklärt. Aber in puncto Lärmbelastung sei es dem Anliegen der Baerler durchaus gefolgt, was die Behörde wiederum zu wichtigen Zugeständnissen gezwungen habe: „Noch in der mündlichen Verhandlung hatte die Bezirksregierung Arnsberg die im letzten Jahr erteilte Genehmigung in diesem für die BI wesentlichen Punkt geändert. Wir haben das Gericht davon überzeugt, dass die Vorsorge von Lärmbelästigung durch tieffrequente Geräusche nicht ausreichend war“ sagt der Sprecher der BI, Thomas Balitzki-Schulze. Nur auf der Grundlage der geänderten Zulassungsentscheidung habe das Gericht die Klage abgewiesen. Und selbst dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Überprüfung durch das Oberverwaltungsgericht Münster ist möglich. „Ob wir in Revision gehen entscheiden wir, wenn das schriftliche Urteil vorliegt“, so Balitzki-Schulze. Darum wird es auch Montag, 4. Oktober, um 19 Uhr im „Unfassbar“ (ehemals Waldhof, Hubertusstraße) beim Infoabend der Bürgerinitiative gehen.