Baerler scheitern mit Klage gegen Gaskraftwerk

NRZ
Foto: Angelika Barth

Duisburg. Die Bürger des Duisburger Stadtteils Baerl haben vor dem Verwaltungsgericht eine Niederlage hinnehmen müssen: Das Gericht teilte sieht die Gesundheit der Bewohner durch die in Baerl geplante Grubengasgewinnungsanlage nicht gefährdet.

Unermüdlich hatten sie mobil gemacht. Die Bewohner von Duisburg-Baerl lehnten sich gegen die Errichtung einer Grubengasgewinnungsanlage in ihrem Ortsteil auf, gründeten eine Initiative „Kein Grubengaskraftwerk in Baerl“ und zogen vor Gericht.

Am Mittwoch verkündete die 17. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf das Urteil: Das Gericht lehnte die Klage der Anwohner gegen die im Mai 2009 erteilte Zulassung des Hauptbetriebsplans für das von der Mingas-Power GmbH geplante Gaskraftwerk im Binsheimer Feld ab.

Gericht: Gebäudeschäden nicht zu erwarten

Die Kläger machten zur Begründung ihrer Klage unter anderem geltend, es sei keine hinreichende Vorsorge zum Schutz der Anwohner gegen Brand- und Explosionsgefahren getroffen worden. Zudem seien von dem Betrieb der Anlage unzumutbare Lärmimmissionen sowie schwere Bergschäden an ihren Gebäuden zu erwarten.

Dieser Argumentation folgte die Kammer nicht: Durch die Sicherheitseinrichtungen der Anlage sei die erforderliche Vorsorge vor Gefahren für Leben und Gesundheit der Kläger getroffen worden. Auch bezüglich der befürchteten Lärmimmissionen sei ein hinreichender Schutz sichergestellt. Durch Bewegungen der Tagesoberfläche verursachte Bergschäden von einigem Gewicht seien an den Gebäuden der Kläger durch die Grubengasgewinnung schließlich nicht zu erwarten.

Gegen das Urteil können die Kläger Antrag auf Zulassung der Berufung beim Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster stellen.