Aus nach 25 Jahren

Erstaunt schauten die Mitglieder des Fachausschusses Diakonie in die Unterlagen, die zu dieser Sitzung einen Streifzug durch die vergangenen 25 Jahre machten. 1993 etwa hatte die Diakonie für traumatisierte Kinder und Jugendliche aus den bosnischen Kriegsgebieten Therapeuten organisiert. „Wir haben heute wieder genau die Situation, dass wir solche Angebote für Flüchtlinge aus anderen Ländern benötigen“, erläuterte Rainer Tyrakowski-Freese, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Kirchenkreis Moers.

Die Sitzungsmitglieder hörten von der ersten Diakonieleiterin, die im Dritten Reich nie mit dem Führergruß unterschrieben hatte. Sie sahen Fotos, wie mittels eines hohen Autokrans der Spielpavillon auf dem Spielplatz in der Mattheck „einflog“. Den Pavillon hatte die Diakonie gemeinsam mit evangelischen und katholischen Kirchengemeinden für die Kinder in dem Viertel gekauft. Und die Mitglieder staunten, wie Diakoniemitarbeiter 1993 die Spardiskussionen der Bundesregierung zu Ungunsten der Armen mit den Worten „Riesensauerei“ quittierten.

Aber es gab noch einen zweiten Grund, warum Wolfgang Ingenbold aus Homberg, Vorsitzender des Ausschusses die Mitglieder mit den Worten „Herzlich Willkommen zur historischen Sitzung“ begrüßen konnte. Denn ab dem 1. Januar wird das Diakonische Werk Kirchenkreis Moers mit der Grafschafter Diakonie gGmbH zusammengeführt. Dann wird es den von der Synode gewählten Fachausschuss nicht mehr geben, der das Werk begleitet, über soziale Fragen beraten sowie Hilfsangebote diskutiert und in die Wege geleitet hat, weil in Zukunft Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat seine Aufgaben übernehmen.

Doch da jedem Ende ein Anfang innewohne, wie Ingenbold mit einem Schmunzeln betonte, hatte er eine Idee für die Ausschussmitglieder: „Falls Ihnen ohne den Ausschuss etwas fehlt: Ich bin mir sicher, dass Rainer Tyrakowski-Freese, einer der Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, Einiges an ehrenamtlichen Tätigkeiten anzubieten hat.“

 
 

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