Aufräum-Aktion an der „Nato-Rampe“ in Duisburg-Binsheim

Rund 20 freiwillige Helfer zogen auch so manch großes Müllteil aus dem Rhein und aus den Binsheimer Büschen. Foto:Christoph  Wojtyczka
Rund 20 freiwillige Helfer zogen auch so manch großes Müllteil aus dem Rhein und aus den Binsheimer Büschen. Foto:Christoph Wojtyczka
Foto: Funke Foto Services
Der Duisburger Florian Giese war erschreckt über die Müllberge und organisierte erstes „Beach-Clean-Up“ in Baerl-Binsheim

Duisburg-Baerl/Binsheim..  Genau einen Anruf bei den Wirtschaftsbetrieben kostet es, seinen Sperrmüll abholen zu lassen. Dann bekommt man einen Termin und muss kurz vorher nur noch seine nicht mehr gebrauchten Möbel an die Straße tragen und alles wird direkt vor der Haustür abgeholt. Das passiert bei Sperrmüll für gewöhnlich auch noch kostenlos. Trotzdem mussten am Samstag freiwillige Helfer beim „Beach-Clean-Up“ an der Nato-Rampe in Baerl Müll gleich tütenweise aus dem Rheinvorland einsammeln. Am Ende lagen in dem bereitgestellten Container der Wirtschaftsbetriebe nicht nur Einweggrills, reihenweise leere Alkoholflaschen und sonstiges Grillzubehör, sondern auch ein Sessel, Sonnenschirme und ein komplettes Zelt mitsamt Gestänge. Dazu noch all die Dinge, die zwar nicht an der Natorampe weggeworfen werden, aber irgendwo anders in den Rhein gelangen und dann am Ufer angespült werden.

„Hier mussten wir etwas tun“

Organisiert wurde die Aktion von der Initiative „freedom for dolphins and whales“. Den Ausschlag dazu hat Florian Giese aus der Duisburger Stadtmitte gegeben. Auch er engagiert sich bei den Tier- und Umweltschützern. „Bekannte wollten mir das hier mal zeigen und wir sind nur zwei Meter gegangen und haben schon gesehen, dass wir hier etwas tun müssen. Denn eigentlich ist das hier ja sehr schön“, sagt Initiator Giese. In der Vergangenheit wurden von der Initiative schon mehrere Rheinufergegenden gesäubert, zum Beispiel in Köln.

Neben Müll wurden auch tote Tiere gefunden. „Es lagen hier ein totes Reh mit einer Schlinge um den Hals und eine ausgesetzte tote Schildkröte“, erzählt Christoph Küppers von der Initiative. Die Tierschützer haben den Verdacht, dass ein Autofahrer das Reh wohl angefahren und dann an den Rhein transportiert hat.

Fast 20 Helfer nahmen an der Säuberungsaktion teil. Darunter Mitglieder der Initiative, aber auch Anwohner und Naturfreunde aus ganz Duisburg. Unter ihnen war auch der 13-jährige Aaron Sayar. Er kam mit seiner Mutter sogar an seinem Geburtstag zu der Aktion. „Es gibt nicht viele, die sich für so etwas einsetzen. Aber ich möchte ja auch, dass die Gegend hier sauber ist. Also setze ich mich auch heute dafür ein.“

Er hofft, dass zukünftig noch mehr Menschen seinem Beispiel folgen. Aber oft würde es schon reichen, wenn alle ihren Müll einfach in die dafür vorgesehene Mülltonne werfen...

 
 

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