Arbeiten mit Fotos und Papier

V.l:. Edith Glischke, Ellen Katterbach und Petra Ellert in der Galerie Rheinhausen. Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool
V.l:. Edith Glischke, Ellen Katterbach und Petra Ellert in der Galerie Rheinhausen. Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Rheinhausen.. Drei Künstlerinnen stellen ab Samstag, den 22. Oktober, in der Galerie der Bezirksbibliothek aus. Die Eröffnung findet - mit Einführung und Musik - um 16 Uhr statt.

Fotos, Plastiken und Assemblagen (Kollagen mit plastischen Objekten) bereichern ab dem heutigen Samstag die Galerie in der Bezirksbibliothek Rheinhausen an der Händelstraße. Mittlerweile ist es hier zu einer schönen Tradition geworden, Interessierten nicht nur die Vielfalt der Bücherwelt zu präsentieren, sondern auch Einblicke in die Vielschichtigkeit der Kultur schlechthin zu gewähren. In regelmäßigen Abständen gibt es deshalb auch Ausstellungen in der Galerie. Petra Ellert, Edith Glischke und Ellen Katterbach stellen jetzt ihre Arbeiten aus.

Formen entstehen durch Reißen

Petra Ellert lebt und arbeitet in Düsseldorf. Der Werkstoff ihrer zumeist plastischen Arbeiten ist Papier, die Technik der Formgebung das Reißen. Auf diese Weise entstehen sowohl frei stehende papierkaschierte Plastiken als auch Wand-Assemblagen und Kollagen. Die Basiselemente bestehen häufig aus Tuschezeichnungen. Meistens werden selbst große Formate in einen aufwendigen, mit Papier kaschierten, hölzernen Rahmen gesetzt und mit einem Acryl-Top versehen. LED-Technik taucht einige Werke zusätzlich in ein geheimnisvolles Licht.

Ellen Katterbach, die in Mönchengladbach lebt und arbeitet, macht in ihren fotografischen Arbeiten den Prozess von Verfall und Tod sichtbar. So ist ein Dia oder Negativ einem steten Zerfallsprozess ausgesetzt. Auf Flohmärkten und aus Nachlässen erworbenes Material unterschiedlicher Themenkreise stellten irgendwann mal eine Wirklichkeit, eine Wahrheit dar.

Ellen Katterbach unterwirft dieses Fotos/Dia einer kontrollierten, aber nie gelenkten, Prozedur, die als Ergebnis die ganze Bandbreite natürlicher Zersetzungserscheinungen beinhaltet. So entsteht eine neue Bilderwelt, die alte Aussagen überlagert und schließlich eine dem Anliegen der Künstlerin entsprechende Wahrheit darstellt.

Frauen inszenieren sich selbst

Die Fotografin Edith Glischke arbeitet grundsätzlich im Sinne der traditionellen Analogfotografie mit einer Großbildkamera. Sie zeigt Fotografien von Frauen, die sich selbst inszenieren. Durch lange Belichtungszeiten (vier bis 20 Sekunden) verschieben sich Raum und Zeit. Die Bewegungsaufnahmen vermitteln einen surrealen Charakter. Menschliche Körper verwandeln sich in nicht greifbare Subjekte.

Die Ausstellungseröffnung findet amSamstag um16 Uhr statt. Die Einführung übernimmt der Aachener Kunstkritiker Stefan Skowran. „Musik aus der Tiefe“ spielt das Bassdezernat Georg Frangenberg & Stefan Nordbeck. Die Ausstellung kann bis 1. Dezember während der bekannten Öffnungszeiten besichtigt werden.

 

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