2700 Euro für Flüchtlinge

„Es ist großartig, dass eine Schülerschaft sich so engagiert.“ Das Lob von Jürgen Voß, Abteilungsleiter Diakonie Duisburg-West der Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers, bekamen Meryem Demir und Dürdane Egin stellvertretend für die Jahrgangsstufe 10 der Rheinhauser Heinrich-Heine Gesamtschule bei einem Gläschen schwarzem Tee. 700 Euro hatten die beiden 16-Jährigen ins Regenbogenhaus der Diakonie mitgebracht. Unzählige von durstigen Schülern geleerte, über Monate gesammelte Pfandflaschen und eine lange Schlange am Gebäckstand beim Elternsprechtag brachten das hübsche Sümmchen auf dem Scheck zusammen.

Vorausgegangen war eine Gemeinschaftsleistung mit Durchschlagskraft: Eltern kauften Zutaten ein, die Schüler backten die Köstlichkeiten, die am Verkaufsstand für klingende Kasse sorgten. Lehrerin Sabine Homann stellte ihr Büro für die Flaschen als Zwischenstation zum Pfandautomaten im Supermarkt zur Verfügung. „Die sind einfach klasse!“, brachte die Pädagogin den Einsatz ihrer Schüler auf den Punkt. Tatsächlich war die Spende, die die Diakonie für die Bildungsarbeit in der Flüchtlingshilfe verwenden wird, keine einmalige Sache: Bereits im vergangenen Jahr hatten die Schüler mehr als 2000 Euro für die Flüchtlingsarbeit in Rheinhausen zusammengebracht, dazu kamen die Eintrittsgelder einer Theateraufführung zum Thema Flucht. Lohn der Arbeit: Die Flüchtlinge, die die Deutschkurse im Regenbogenhaus besuchen, lernen aus Büchern und anderem pädagogischem Material, das die Diakonie mit der Schülerspende angeschafft haben.

Regebogenhaus als Anlaufstelle

Hintergrund: Die mehr als 600 Flüchtlinge, die derzeit in Rheinhausen leben, begleiten Fachkräfte der Diakonie, etwa über das Stadtteilzentrum Regenbogenhaus an der Beethovenstraße. Zusätzlich kümmern sie sich um die Flüchtlingskinder, die die Freizeitangebote der Diakonie im Regenbogenhaus besuchen. „Das Engagement und die Spendenbereitschaft im Stadtteil ist insgesamt hoch“, sagt Diakonieleiter Jürgen Voß. Ein Beispiel: Mit den großzügigen Sachspenden gelang es bereits, acht Wohnungen, in die Flüchtlinge einziehen werden, mit Möbeln und Hausrat auszustatten.

 
 

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