10,6 Prozent sind im Duisburger Westen ohne Job

Foto: Jens Schlueter/dapd
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Der Westen hat noch immer die geringste Arbeitslosigkeit. Die Zahl sank entgegen der Erwartungen.

Duisburg-West.  Nachdem sie im Juni noch anstieg, ist im linksrheinischen Duisburg die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat wieder geringfügig um 33 auf 5898 Fälle gesunken. Das sind 303 weniger als vor einem Jahr. Die Quote beträgt 10,6 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 11,2 Prozent. Neu oder erneut arbeitslos meldeten sich 1082 Menschen, was etwa dem Wert des Vorjahres (1077) entspricht. Gleichzeitig fanden 1115 Personen wieder Arbeit, im Juni 2011 waren es allerdings 15 mehr. Seit Jahresbeginn gab es 7475 (166 mehr als im Vorjahr) Arbeitslosmeldungen, denen mit einem Plus von 289 insgesamt 7385 Abmeldungen gegenüberstehen.

Bestand an Arbeitsstellen gestiegen

Auch beim Bestand der Arbeitsstellen gab es wieder Bewegung: Im Juni ist er um 58 Stellen auf 443 gestiegen, das sind 28 mehr als im Vorjahresmonat. Arbeitgeber meldeten im vergangenen Monat 177 neue Arbeitsstellen, neun mehr als im Juni 2011.

Derzeit sind 1273 Arbeitslose aus Homberg und Rheinhausen, 60 mehr als im Juni, Klienten der „normalen“ Arbeitslosenversicherung. Das sind fast genauso viele wie vor einem Jahr (plus acht). Verringert hat sich dagegen, nämlich um 93, die Zahl der „Hartz-IV“-Bezieher. Mit 4625 liegt sie noch deutlich höher als die der ALG-I-Bezieher, aber immerhin um 311 niedriger als vor einem Jahr. Dies macht 8,3 Prozent der „zivilen Erwerbspersonen“ im linksrheinischen Duisburg aus.

Im Vergleich sieht die Statistik der Geschäftsstelle Rheinhausen allerdings noch gut aus. Sie hat stadtweit die geringste Arbeitslosigkeit (Hamborn 15,4 Prozent), in Duisburg stagniert zudem die gesamtstätische Quote bei 12,8 Prozent. Dahinter verbergen sich 31 260 Menschen, im Juni waren es 43 mehr. Die Arbeitsagentur bewertet die jüngsten Zahlen positiv: „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit setzte sich auch im Juli weiter fort. Dies ist erfreulich, weil im Juli eigentlich ein saisonaler Anstieg der Zahlen zu erwarten gewesen wäre“, sagt Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung.