Weltgrößtes Bauchtanz-Festival findet zum 21. Mal in Duisburg statt

Mit großen Choreographien wird am Samstag wieder um den Titel „Bellydancer of the World“ getanzt. 130 Startnummern wurden für den Wettbewerb ausgegeben, insgesamt stehen 532 Tänzerinnen auf der Bühne.
Mit großen Choreographien wird am Samstag wieder um den Titel „Bellydancer of the World“ getanzt. 130 Startnummern wurden für den Wettbewerb ausgegeben, insgesamt stehen 532 Tänzerinnen auf der Bühne.
Foto: WAZFotoPool
Aus zahlreichen Ländern reisen die Menschen nach Duisburg zum wohl größten orientalischen Festival der Welt. Auch bei der 21. Auflage dreht sich alles um den Tanz. Am Samstag werden beim „Bellydancer of the World“-Wettbewerb die besten Bauchtänzerinnen der Welt gesucht.

Duisburg. Nach 21 Jahren müsste es Leyla Jouvana eigentlich gar nichts mehr klarstellen. Doch sie macht es noch immer, ob nun zur Sicherheit oder schon ganz automatisch: „Das ist nicht nur Gewackel oder das, was man aus irgendwelchen Restaurants an der Ecke kennt, wo man eine Tänzerin engagiert hat“, sagt sie – und meint den Bauchtanz, wie sie ihn liebt. Zum 21. Mal präsentiert die Duisburgerin ab Donnerstag das „Orientalische Festival“. Tänzerinnen, Tänzer und auch Gäste kommen aus der ganzen Welt, um die wohl größte Veranstaltung dieser Art zu besuchen.

Für die Stars der Szene ist das Festival in der Rheinhausen-Halle zu einem Pflichttermin geworden, denn hier tritt die Weltspitze beim „Bellydancer of the World“-Wettbewerb an. Und die Besucher können bei eben diesen Stars Unterricht nehmen, mit den Profis an ihrer Technik feilen. „Die Leute kommen aus ganz Europa, sogar aus Asien. Manche buchen 20 Workshops und bleiben eine Woche hier“, erzählt Leyla Jouvana. „Im Wettbewerb kann man dann sehen, wie die Welt tanzt, welche Unterschiede es gibt.“ Denn Bauchtanz sei kein klar abgesteckter Bereich, „es gibt viele Stile, die über die Jahrhunderte durch verschiedene Einflüsse entstanden sind“, erklärt die Veranstalterin.

Organisation nimmt mehr Zeit ein als das Training

Die Vorbereitungen für das Festival haben ihren Tagesablauf im vergangenen Monat ordentlich durcheinandergewirbelt. Zum Tanzen sei sie selbst nur knapp drei Stunden täglich gekommen – wenn sie Unterricht gegeben hat. Mehr als zwölf Stunden verbrachte sie dann am Telefon oder Computer. „Das ist zum Glück nur in der Endphase so. Wenn es nach den Gala-Shows Standing Ovations gibt und die Leute freudestrahlend nach Hause gehen, dann weiß ich, dass sich das gelohnt hat“, sagt Jouvana. Selbst wird sie in der Rheinhausen-Halle auch auf der Bühne stehen und auch einige Workshops geben. Das dürften für die Organisatorin die entspanntesten Stunden in den nächsten elf Tagen werden.

 
 

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