Was die Kultur zur Integration beitragen kann

Migrationsbewegungen prägen seit Jahrhunderten kulturelle Aspekte des Ruhrgebiets – so auch aktuell die Zuwanderung von Geflüchteten aus Krisengebieten. Wie verändern sich dadurch Kultur- und Bildungsinstitutionen und welchen Beitrag können Kulturschaffende für die Integration leisten? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Symposium „Kulturelle Aspekte der Migration im Ruhrgebiet“ am 18. und 19. November im Kleinen Konzertsaal am Folkwang Campus Duisburg, Düsseldorfer Straße 19.

Die interdisziplinäre Tagung thematisiert aktuelle Fragestellungen von Migrations- und Fluchterfahrungen sowie Aspekte der Integrationspolitik. Neben Vorträgen, die sich mit Stadtgesellschaften im Wandel oder der Situation von Geflüchteten an Hochschulen im Ruhrgebiet beschäftigen, machen die Teilnehmer aus Politik, Kultur- und Sozialwissenschaften eine Bestandsaufnahme bestehender Integrationsmaßnahmen. An der Diskussion nehmen ebenfalls syrische Geflüchtete teil, die von ihren Erfahrungen aus der Praxis berichten. „Ziel des Symposiums ist es, konkrete Handlungsoptionen zu entwickeln und diese an die Öffentlichkeit zu tragen“, erklärt Prof. Dr. Andreas Jacob, Musikwissenschaftler an der Folkwang-Universität und mit Dr. Gordon Kampe Organisator der Tagung. „Deshalb planen wir auch, zeitnah einen Sammelband zu veröffentlichen, in dem die Ergebnisse der Tagung festgehalten sind.“

Als Rahmenprogramm findet am Freitag um 20 Uhr ein Benefizkonzert statt, das dem Abschlussprojekt eines geflüchteten Studenten zugute kommt. Es treten Gesangs-Studierende auf.

Ausgerichtet wird das Symposium auch vom Landesmusikrat NRW, der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Wissenschaften Leopoldina und „Intez“, einem Verein zur Integration hochqualifizierter Zuwanderer.

 
 

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