Duisburg

Warum sich Steinmeier in Marxloh eine „Schrottimmobilie“ nur kurz von außen ansieht

Die Henriettenstraße in Duisburg-Marxloh. Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier wird sich hier eine so genannte Schrottimmobilie ansehen (rechts, gelb gestrichen) - allerdings nur von außen.
Die Henriettenstraße in Duisburg-Marxloh. Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier wird sich hier eine so genannte Schrottimmobilie ansehen (rechts, gelb gestrichen) - allerdings nur von außen.
Foto: Kathrin Hänig

Duisburg. Frank Walter Steinmeier ist in Duisburg-Marxloh angekommen: Am Dienstag besucht der Bundespräsident das Problemviertel der Stadt.

Und was besichtigt er? Neben einer Grundschule und einem Brautmodengeschäft natürlich auch eine so genannte „Schrottimmobilie“ an der Henriettenstraße.

Steinmeier besichtigt Schrottimmobilie nur von außen

Allerdings hat sich Steinmeier das Haus bloß von außen ansehen können. Der Eigentümer des Gebäudes, das die Stadt längst geschlossen hat und das nun schon seit mehr als einem Jahr leer steht, hat den Zutritt verboten.

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Andere Gebäude zu weit entfernt

Die Stadt Duisburg hat in Marxloh schon mehrere schrottreife Häuser aufgekauft, in denen sich der Bundespräsident ein Bild der Zustände hätte machen können – doch diese sind nach Informationen von DER WESTEN einfach zu weit entfernt von den anderen beiden Stationen Steinmeiers (KGS Henriettenstraße und Brautmodengeschäft „Melisam Gelinlik Brautmoden“).

Nun also musste sich Frank-Walter Steinmeier auf der Straße vor der einst berüchtigten Schrottimmobilie einfinden und im Regen dessen gelb gestrichene Fassade ansehen. Wie viel Einsicht in die Problematik er dabei bekommen hat, bleibt offen.

Sehr schnell ging es weiter zum Brautmodengeschäft an der Kaiser-Wilhelm-Straße.

Nachbarn an der Henriettenstraße sind skeptisch

Nachbar Ibrahim Bajrektarevic jedenfalls ist skeptisch: „Es ist gut, dass jemand kommt und sich interessiert, aber die ändern nichts“, sagt der Mann, der genau gegenüber an der Henriettenstraße wohnt und einen Imbiss in Wanheimerort betreibt.

Immerhin sei es sehr erfreulich, dass das Schrotthaus jetzt geschlossen ist: „Endlich ist es hier ruhig. Seit einem Jahr ist hier alles sauber, keine Kühlschränke mehr oder Matratzen auf der Straße. Ich muss nur meinen Nachbarn helfen, den Müll zu sortieren.“

 
 

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