Warum es ein Mahnmal und eine Gedenkstätte für die Loveparade-Opfer geben muss

Duisburg.. Wie viele Denkmäler braucht es in dieser Stadt, um der Toten der Loveparade-Katastrophe zu gedenken? Diese ketzerisch formulierte Frage mag für Außenstehende ihre Berechtigung haben.

Fakt ist aber: Neben dem Mahnmal, das am östlichen Ausgang des Karl-Lehr-Tunnels errichtet wurde, ist auch eine würdige Gedenkstätte am Fuße der Rampe ein absolutes Muss. Dies ist nicht die Meinung irgendwelcher Nörgler, sondern die Haltung aller (!) Hinterblieben, die dort am 24. Juli 2010 einen Angehörigen verloren haben. „Der Fuß der Rampe ist der Ort, wo unsere Kinder gestorben sind. Das ist der Ort, wo wir uns hingezogen fühlen“, sagte Klaus-Peter Mogendorf, dessen Sohn Eike in den Massen sein Leben verlor.

Auch das Mahnmal am Tunnel ist wichtig und ein sichtbares Zeichen der Bürger

Das andere Mahnmal, entworfen vom Duisburger Künstler Gerhard Losemann, ist auch wichtig. Es ist ein sichtbares Zeichen engagierter Bürger dieser Stadt. Ein Zeichen dafür, dass sie mit den Opfern und Hinterblieben trauern und der Sprach- und Tatenlosigkeit der politisch Verantwortlichen etwas Positives entgegensetzen wollten.

Für die Angehörigen war aber stets nur der Schauplatz der Katastrophe der einzig mögliche Gedenkstätten-Standort. Das weiß auch Möbel-Mogul Krieger. Ihm gehört das Grundstück. Bislang wirkte er in Gesprächen, so die Hinterbliebenen, stets offen für Lösungen. Es wäre die nächste Tragödie, wenn kein Konsens gefunden würde.

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