Warum Duisburgs OB Sauerland wohl nicht zurücktreten wird

Ingo Blazejewski
„Neuanfang für Duisburg“ hat genug Stimmen für die Einleitung des Abwahlverfahrens gegen Adolf Sauerland gesammelt. Der OB könnte zwischen dem 12. und 19. Dezember zurücktreten - wird er aber wohl nicht. Gegen einen Rücktritt spricht sein Selbstverständnis. Ein Kommentar.

Duisburg. Ob Adolf Sauerland zwischen dem 12. und 19. Dezember zurücktritt? Wohl kaum. Zwar bleibt ihm laut Gemeindeordnung genau diese eine Woche Zeit, um abzutreten. Doch seine schmallippigen Antworten auf die ewige Frage lassen nicht darauf schließen. „Als Demokrat akzeptiere ich das Abwahlverfahren“, antwortet er gebetsmühlenartig.

Die Aussage ist zugleich Sinnbild seines Selbstverständnisses: Denn er selbst hat an dem Verfahren nichts zu akzeptieren, er hat überhaupt keine andere Wahl. Nicht er stellt sich, sondern die Bürger stellen ihn zur Abwahl. Die Zahl der Unterschriften, Hausnummer hin oder her, hat das eindrucksvoll bestätigt.

Auch der späten Erkenntnis, nach einem Jahr moralische Verantwortung zu übernehmen, ließ er keine Taten folgen. So wird der Kleber zwischen ihm und dem Chefsessel im Rathaus wohl mindestens noch bis zum 11. März halten.

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