Duisburg

Warum du dich bei web.de niemals im falschen Fenster anmelden solltest

Kathrin Migenda
Wenn du dich bei Web.de einloggst, achte auf das richtige Fenster.
Wenn du dich bei Web.de einloggst, achte auf das richtige Fenster.
Foto: Kathrin Migenda
  • Bei web.de kannst du deine Mails kostenlos abrufen
  • Aber melde dich nie im falschen Fenster an
  • Das kann das teuer werden

Duisburg. Du willst deine Mails immer und überall abrufen können. Meistens ist es doch nur Werbung oder Newsletter von deinen beliebten Modemarken mit neuen Gutscheinen und Trends. Doch trotzdem: Ein Mailpostfach brauchst du einfach, um Kontakte zu halten.

Doch Mailanbieter wie web.de oder gmx.de haben nicht nur kostenlose Angebote

Bei web.de bist du schon seit Jahren mit einem Freemail-Acoount angemeldet und nutzt deinen Browser am Computer und die App auf dem Handy. Doch wenn du im Browser auf den falschen Reiter kommst und dich dort mit deinen Daten anmeldest, kann dein E-Mail-Account teuer werden.

Melde dich immer bei Freemail an

Auf der Web.de-Startseite gibt es zwei Möglichkeiten zu deinem E-Mail Postfach zu gelangen. Der günstigere Weg ist dabei, wenn du auf „Freemail‟ klickst. Doch verrutscht die Maus, landest du bei „Web.de Club‟. Die Anmeldefenster sehen gleich aus. Und: Deine Anmeldedaten (Benutzername und Passwort) sind die gleichen Daten.

Unbemerkt im Club

Somit merkst du erstmal nicht, dass du im Club gelandet bist. Klickst du dann auf „Login“, bist du dann aber auch schon fast drin. Im nächsten Fenster hast du noch ein Möglichkeit dem Club zu entkommen. Allerdings gibt es auf den ersten Blick nur den „Kaufen-Button“.

Links daneben steht noch in blauer Schrift „Zurück zur web.de Homepage“. Klicke darauf, sonst landest du im Club.

Und das kann teuer werden. Vierteljährig kostet der Club 15 Euro. Gleichzeitig hast du aber auch noch einen größeren Postfachspeicher bekommen und der kostet auch noch mal. 5,97 Euro vierteljährig will web.de für diese Funktion.

Achte auf das Zeichen oben links

Wenn du nach einem weiteren Klick zu deinem Postfach gelangst, achte darauf, dass oben links Freemail steht. Steht dort plötzlich „Web.de Club‟, solltest du sofort widerrufen.

Du bekommst eine Willkommens-Mail

Die Willkommen-im-Club-Mail solltest du nicht ignorieren. Hier stehen die genauen Preise.

Ein Monat Gratis-Test vergeht so schnell

Web.de schreibt: „Sofern Sie Ihre WEB.DE Club-Mitgliedschaft nicht bis zum Ende der Testphase kündigen, verlängert sich Ihre Club-Mitgliedschaft automatisch um jeweils weitere 12 Monate zum Preis von 5 Euro pro Monat (Abrechnungszeitraum: 15 Euro/Quartal; Gesamtpreis: 60 Euro/Jahr) inkl. MwSt.‟ Verpasst du den Kündigungszeitpunkt, zahlst du 60 Euro.

Widerrufe so schnell wie möglich

Bist du bei web.de eingeloggt, kannst du unter dem Punkt „Verträge & Rechnungen‟ deine gebuchten Optionen einsehen und auch kündigen.

Die Servicenummer wird dir angezeigt, wenn du auf die Hilfe „Sie möchten ihren Vertrag beenden‟ klickst.

Und dann geht es ganz schnell. Rufe die Service-Nummer an und bestätige mit „Ja“, dass du deinen Vertrag kündigen willst (das geht auch nach 22 Uhr, weil es eine Computer-Hotline ist). Dann musst du nur noch die Vertragsnummer über die Ziffern auf deinem Telefon eingeben und der Vertrag ist gekündigt. Die Bestätigungsmail kommt prompt und du musst nichts bezahlen.

Web.de reagierte auf Anfrage nicht

Auf die Anfrage von DER WESTEN, warum die Anmeldedaten von Freemail und Web.de Club nicht variieren, reagierte web.de nicht.

Die Verbraucherzentrale NRW rät

Allerdings ist der Fall web.de bei der Verbraucherzentrale NRW bekannt. Christine Steffen sagt: „Es kommt vor, dass Menschen sich dann bei uns melden, wenn sie bei web.de aus Versehen auf den falschen Button gekommen sind. Wir raten dann, sofort den Widerruf einzuleiten.‟

Der Verbraucherzentrale ist bekannt, dass teilweise sogar mit einem Klick zwei Verträge bei web.de abgeschlossen werden. Für die Mitgliedschaft im Club und dann noch für die Erweiterung des Onlinespeichers. „Da sollten auf jeden Fall dann beide Verträge widerrufen werden. Verbraucher sollten das Abo umgehend stoppen. Grundsätzlich steht Verbrauchern bei Verträgen, die im Internet geschlossen werden, ein Widerrufsrecht zu‟, sagt die Christine Steffen von der Verbraucherzentrale NRW.

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