Warum die Stadt Duisburg die Sauerland-Gegner nicht austricksen sollte

Stefan Endell

Duisburg. „Neuanfang für Duisburg“ die Legitimation wegen fehlender Hausnummern auf Listen nehmen zu wollen, hätte surreale Züge. Warum die Gegner Adolf Sauerlands zurecht „Bitte keine Tricks“ an die Stadtverwaltung appellieren. Ein Kommentar.

Der Appell „Bitte keine Tricks“, formuliert von dem Sprecher der Initiative „Neuanfang für Duisburg“, gerichtet an die Verwaltung der Stadt Duisburg und ihre Führungsfiguren, mag auf den ersten Blick harmlos und möglicherweise sogar ein wenig hilflos klingen. Ist er aber nicht.

Denn was da seit drei Monaten als eine vermeintlich kleine Bürgerinitiative unter der Überschrift „Abwahl des OB und Neuanfang für Duisburg“ daher kommt, ist kein versprengtes Häuflein Verwirrter mehr oder gar eine „Hexenjagd“ von Querulanten – es handelt sich hier mittlerweile um eine veritable Massenbewegung von Bürgern, ausgestattet mit einem neu erwachten politischen Selbstbewusstsein, das da lautet: „Wir sind das Volk!“

Mahnung des Volkes an seine Verwalter

Derzeit sind es mehr als 60.000 Wahlbürger, in einem Monat vielleicht sogar 70.000 Bürger, die sich mit ihrer Unterschrift politisch artikuliert und für einen Bürgerentscheid zur Abwahl von Adolf Sauerland unterschrieben haben.

Dieser politischen Bewegung die Legitimation wegen einer vermeintlich fehlenden Hausnummer nehmen zu wollen, hätte surreale Züge.

Die Duisburger Stadtverwaltung ist also gut beraten, nicht die politische Wucht hinter dem Appell „Bitte keine Tricks“ zu übersehen. Es ist dies die Mahnung des Volkes an seine Verwalter.