Warnstreik - Menschenmassen in der City

Streik im öffentlichen Dienst in Duisburg und NRW.
Streik im öffentlichen Dienst in Duisburg und NRW.
Foto: WR/Franz Luthe

Duisburg. Am Mittwoch stehen erneut Busse und Bahnen still, der Müll bleibt liegen (Leerung verschiebt sich jeweils um einen Tag, Recyclinghöfe bleiben geschlossen) und auch die insgesamt 76 städtischen Kindertagesstätten werden bestreikt. Die Stadt rechnet damit, dass 50 Kitas nicht öffnen werden; die Eltern seien informiert.

Außerdem sind die Sparkassen, die Jobcenter, die Bundesagentur für Arbeit und die Schulhausmeister aufgerufen, sich an den Warnstreikaktivitäten zu beteiligen. Ebenso wurden die Beschäftigten der Stadt, der Studentenwerke Duisburg-Essen, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, der Wohnungsbaugesellschaft Gebag und der Autobahnmeisterei aufgerufen.

Während an der Düsseldorfer Oper gestreikt wird, läuft im Theater am König-Heinrich-Platz Rossinis „Barbier von Sevilla“ um 19.30 Uhr wie geplant. Das Jobcenter und die Agentur für Arbeit haben zwar zu den normalen Zeiten geöffnet, es könnte aufgrund des Streiks aber zu längeren Wartezeiten kommen.

10.000 Teilnehmer zu Kundgebung erwartet

Zwei Demo-Züge werden Mittwoch zum Burgplatz ziehen, auf dem ab 10 Uhr auch die Abschlusskundgebung steigt. Die Gewerkschaft Verdi weist darauf hin, dass es von 9 bis 13 Uhr zu Verkehrsstörungen in der Innenstadt kommen kann. Es werden 10.000 Kundgebungs-Teilnehmer erwartet.

Die Gewerkschaft bittet alle betroffenen Bürger um Verständnis für diese Aktionen und hofft, dass „so viel Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber ausgeübt werden kann, dass in der nächsten Verhandlungsrunde ein abschlussfähiges Angebot vorgelegt wird“, so Verdi-Geschäftsführer Thomas Keuer. „Wir streiken nicht gegen die Bürger, sondern gegen das inakzeptable Verhalten der Arbeitgeber.“

Unmut nicht bei Erzieherinnen abladen

Der Vorstand des Stadtjugendamt-Elternbeirates der Stadt erklärt sich solidarisch mit den warnstreikenden Erzieherinnen und Erziehern in den Kindertagesstätten. Er habe zwar Verständnis für den Ärger jener Eltern, deren Kindergarten am Mittwoch bestreikt wird und die nun nach einer alternativen Betreuungslösung für ihr Kind suchen müssen. Doch die Betroffenen sollten ihren Unmut in die richtigen Kanäle lenken und nicht bei den Erzieherinnen abladen.