Walter Hellmich will neuen Kunst-Kubus auf der Küppersmühle bauen

Ingo Blazejewski
Der Gebag, die Bauherr bei der Erweiterung der Küppersmühle am Duisburger Innenhafen ist, sollen Angebote von drei Firmen vorliegen, die einen neuen Kubus bauen wollen. Foto: Stephan Eickershoff/WAZ FotoPool
Der Gebag, die Bauherr bei der Erweiterung der Küppersmühle am Duisburger Innenhafen ist, sollen Angebote von drei Firmen vorliegen, die einen neuen Kubus bauen wollen. Foto: Stephan Eickershoff/WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Die Frage, wie es bei der Küppersmühle weiter geht, ist nach wie vor ungeklärt. Derzeit versucht die Gebag als Bauherr die Kosten für die Fertigstellung des Projekts zu ermitteln.

Der Gebag liegen drei Angebote von Firmen vor. Nach NRZ-Informationen liegen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft drei konkrete Angebote von Unternehmen vor, die die Erweiterung des Museums zu Ende führen wollen.

Rund 30 Millionen Euro für schlüsselfertiges Angebot

Dazu müsste der Stahlkubus komplett neu erstellt und später auf das Dach gehoben werden, die Höhe der schlüsselfertigen Angebote soll sich um die 30 Millionen Euro bewegen. Bei den Firmen, die als Generalunternehmer die architektonisch anspruchsvolle Erweiterung übernehmen könnten, taucht ein in Duisburg bestens bekannter Name auf: Auch Baumogul Walter Hellmich hat seinen Hut in den Ring geworfen, um den Schuhkarton auf das Museumsdach zu bringen. „Wir sind bereit“, bestätige Hellmich der NRZ. Die bisherigen Pannen und Probleme schrecken ihn nicht ab. „Natürlich sind wir überzeugt, das Projekt vernünftig zu Ende zu bringen“.

Hellmich macht aber auch keinen Hehl daraus, dass er sich allein durch seine besondere Verbindung zu Duisburg mit der Küppersmühle beschäftigt. „Würde das Gebäude in einer anderen Stadt stehen, hätten wir vermutlich die Finger davon gelassen“.

Derzeit sichtet der Gebag-Vorstand und die Sanierungsberater der Düsseldorfer „mbb-consult“ die Angebote. Nach NRZ-Informationen sollen noch in diesem Monat die Gespräche mit den Sponsoren anstehen. Entscheidend wird das Votum des Geldgebers und Kunstsammler-Paares Ströher sein. Wichtig soll den Sponsoren vor allem eine endgültige und verlässliche Kostenschätzung sein.

Ein Loch in der Kasse

Allerdings hält die Gebag durch die Verträge bekanntlich die schlechteren Karten in der Hand: Sowohl der Ausstieg als auch der Weiterbau könnten je nach Ergebnis der Verhandlungen ein Millionen-Loch in die Kasse reißen. Sollte die Entscheidung für die Fortsetzung der Arbeiten an der Küppersmühle fallen, gibt es mehrere Optionen: Entweder macht die Gebag wie bisher als Bauherr weiter, alternativ könnten aber auch die Sponsoren die Federführung übernehmen. Oder der Weiterbau wird eben in die Hände eines neuen Generalunternehmers wie Walter Hellmich gelegt.