Duisburg

Spannende Ergebnisse: Diese Parteien wählen Migranten und ihre Kinder in Deutschland

Die Wahl der Russlanddeutschen hat die Forscher der Uni Duisburg-Essen bei der Migrantenstudie überrascht.
Die Wahl der Russlanddeutschen hat die Forscher der Uni Duisburg-Essen bei der Migrantenstudie überrascht.
Foto: dpa/Symbolbild
  • Uni Duisburg-Essen veröffentlichen Migrantenstudie
  • Welche Migranten haben wie gewählt?
  • Überraschendes Ergebnis bei den Russlanddeutschen

Duisburg. Forscher der Universitäten Duisburg-Essen und Köln haben in einer gemeinschaftlichen Studie 500 Deutschtürken und Russlanddeutsche befragt.

Die Studie heißt: „Immigrant German Election Study“ und untersucht das Wahlverhalten von Russlanddeutschen und Deutschtürken.

Deutsche mit Migrationshintergrund gehen zögerlicher wählen

Das wichtigste Ergebnis: Deutsche, die einen Migrationshintergrund haben, gehen weit zurückhaltender zur Wahl als andere.

Bei der Bundestagswahl nutzten nur 64 Prozent der Deutschtürken ihr Wahlrecht. Bei den Russlanddeutschen lag die Quote bei 58 Prozent - das sind fast zwanzig Prozentpunkte weniger als die allgemeine Wahlbeteiligung. Die lag bei rund 76 Prozent.

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Russlanddeutsche belegen dritten Platz

Laut dem Ergebnis der Studie der Uni Duisburg-Essen haben 27 Prozent der Deutschen mit Wurzeln aus der früheren Sowjetunion die CDU/CSU gewählt.

Die zweitstärkste Partei wurde die Linke: 21 Prozent haben sie gewählt. Die AfD wählten 15 Prozent der Russlanddeutschen. Forscher der Studie gehen davon aus, dass nicht jeder AfD-Wähler seine Wahl offenlegt.

Dennoch kommt die AfD unter Russlanddeutschen, etwas anders als von den Forschern zuvor erwartet - nur auf den dritten Platz.

Deutschtürken wählten zu 35 Prozent die SPD

Die Deutschtürken haben laut der Studie zu 35 Prozent die SPD gewählt. Die CDU/CSU zu 20 Prozent und die Linke zu 16 Prozent. Damit wurde die Linke drittstärkste Kraft.

Besonders große Unterschiede: Nur neun Prozent der Kurden haben die SPD gewählt. Sogenannte ethnische Türken dagegen, die früher als Gastarbeiter nach Deutschland gekommenen sind, wählten die Partei mit 36 Prozent. (mj)

 
 

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