Vom Kontrast zwischen Licht und Schatten

Zlatan Alihodzic

Wer über diese Ausstellung sagt, es gäbe Licht und Schatten zu sehen, tritt den Künstlern damit nicht zu nah. Sabine Hulvershorn und Arno Gendreizig haben den Titel „Lichtträger und Schattenwurf“ gewählt, um ihre Schau im Kunstverein Duisburg zu überschreiben. Bilder in strahlend hellen Farben treffen auf dunkle, wüste und manchmal nur in die Ecke gestellte Arbeiten.

„Mich fasziniert die Abwechslung, ich brauche das Lichte, aber auch die Dunkelheit“, sagt Hulvershorn. Obwohl die Dinslakenerin – wie man in der Ausstellung auch sieht – in beide Richtungen arbeitet, ist in Kaßlerfeld hauptsächlich Arno Gendreizig für die düstere Note zuständig. Aufgefallen ist dem Duisburger der Kontrast zwischen ihren Werken vor einem Jahr bei einem Besuch in Hulvershorns Atelier. Beide haben ihre Ausbildung im Novalis-Hochschulverein Kamp-Lintfort absolviert, deshalb zeige die Ausstellung auch, wie sich die Künstler unabhängig voneinander entwickelt hätten.

Der Titel der Schau soll aber nicht nur die Kontraste zwischen Hulvershorns und Gendreizigs Arbeiten ausdrücken, sondern auch eine Reminiszenz an Goethes Farbenlehre sein. Die sei für Maler wichtiger als die physikalische Beschreibung, erklärt Gendreizig. Frequenzen seien uninteressant, es gehe um das Gefühl, das eine Farbe weckt.

Vom 5. bis zum 7. April sollte die Ausstellung in den Räumen des Kunstvereins, Weidenweg 10, zu sehen sein. Doch schon vor der Eröffnung wurde eine Verlängerung beschlossen. Damit werden ab dem 12. April zwei Ausstellungen gleichzeitig gezeigt. Denn dann sind im Erdgeschoss installative Arbeiten von Vera Lossau und Simon Rummel ausgestellt. „Man kann durch das Haus gehen und verschiedene Formen der Kunst entdecken“, freut sich Herbert Gorba, Vorsitzender des Kunstvereins.