Volkshochschule stärkt zweiten Bildungsweg

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Es ist die letzte Programmvorstellung im alten Gebäude. Voller Vorfreude, aber auch mit ein bisschen Wehmut blicken Dr. Gerd Jahn, Leiter der Volkshochschule (VHS) und Michael Fastabend auf das Frühjahrsemester. Schwerpunkte liegen sowohl im Bereich Politische Bildung als auch auf das „Akzente“-Thema „Heimat“. Zudem gibt es erstmals Sprachkurse für Asylbewerber. Die Gelder für mehrtägige Studienfahrten hatte der Rat allerdings gestrichen. Immerhin bleiben die rund 50 000 Euro dem Etat der VHS erhalten. Das Geld kommt dem zweiten Bildungsweg zugute. Tagesausflüge, etwa zu Museen oder in die Rheinauen, werden weiterhin angeboten.

„Ich möchte die Politik ausdrücklich loben, dass nicht einfach nur gespart, sondern auch ein Schwerpunkt gesetzt wurde“, erklärt Jahn. Ihm liegen vor allem Vorträge aus dem Bereich politische Bildung am Herzen. „Pegida hat uns überrollt, aber unser Dozent Thorsten Gerald Schneiders beschäftigt sich mit dem Islamischen Staat.“ Der Journalist, der etwa für die „Zeit“ erklärt am 2. März, wie die Terrormiliz in Deutschland verankert ist, und sicherlich auch auf aktuelle Entwicklungen eingehen.

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Johannes Pflug ordnet am 26. Januar die Entwicklung Nordkoreas ein und hinterfragt ob es zum geteilten Land Nord- und Südkorea Parallelen zum ehemals geteilten Deutschland gibt.

Um Zukunftsmusik, die schon längst aktuell ist, geht es bei weiteren zwei Vorträgen. Peter Schaar, ehemaliger Datenschutzbeauftragter der Bundesregierung, fragt am 2. Februar: „Globale Überwachung – Hat der Datenschutz noch eine Chance?“ Hintergrund sind auch die Enthüllungen Edward Snowdens. Andreas Sadrina referiert am 18. April über Drohnen. Immer mehr Hobbyfotografen nutzen die unbemannten Flugroboter. In dem Vortrag geht es darum, wer haftet, wenn die Drohnen abstürzen oder wie durch die Luftaufnahmen die Privatsphäre anderer verletzt wird. An einem Phantom wird gezeigt, was eine Drohne kann.

Wie sich die Presselandschaft in Duisburg verändert und wie Journalisten arbeiten, erklärt Rolf Kiesendahl. Der ehemalige Leiter der WAZ-Lokalredaktionen Duisburg und Oberhausen beschreibt, wie es um den Tageszeitungsmarkt in Duisburg bestellt ist.

Anmeldungen sind ab sofort möglich. Infos im Netz: www.vhs-duisburg.de oder 0203/2834065.

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