Volksbank geht mit Rekord ins Jubiläumsjahr

Noch nicht entschieden ist, ob die Volksbank an der Düsseldorfer Straße eine neue Zentrale baut.
Noch nicht entschieden ist, ob die Volksbank an der Düsseldorfer Straße eine neue Zentrale baut.
Foto: WAZ-Fotopool

Duisburg. Die Volksbank Rhein-Ruhr geht mit guten Bilanzzahlen in ihr Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen. Bis auf das leicht gesunkene Betriebsergebnis von 9,5 Mio € (2012: 10,2 Mio €) verzeichnet die Genossenschaftsbank nur positive Zahlen. „Das war ein verdammt ordentlichen Jahr“, so der Vorstandssprecher Thomas Diederichs.

Die Bilanzsumme: im Plus; sie stieg um ein Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Das Einlagengeschäft: im Plus; es wuchs um 90 Millionen Euro auf 915 Mio €. Das Kreditgeschäft: im Plus; es steigerte sich um fast sieben Prozent auf 824 Mio €. Das gesamte Kundenwertvolumen einschließlich der im Volksbankverbund vermittelten Hypotheken, Versicherungen, Bausparverträge etc.: im Rekordplus; es stieg um elf Prozent mit 2,5 Milliarden Euro auf den höchsten Wert der 150-jährigen Bank-Historie.

Volksbank will weiter wachsen

Und noch diese Zahl: 30.000 Kunden, das ist die Hälfte des Gesamtbestandes in Duisburg, Mülheim und Oberhausen, sind auch Genossenschaftsmitglieder der Volksbank – ein Plus von 3500. Für Diederichs ist das auch ein Beleg für die Werte, für die die Volksbank stehe. „Wir spüren, dass den Bürgern unsere genossenschaftlichen Werte wichtiger sind als die Zahl hinter dem Komma des aktuellen Zinsangebotes“, meinte der Volksbankchef und wunderte sich über manch „irre“ Tagesgeldzinsen der Konkurrenz.

Entschlossen will die Volksbank weiter wachsen und in ihr bestehendes Filialnetz investieren, das allerdings im vergangenen Jahr in Duisburg um fünf Zweigstellen in Ruhrort, Neumühl, Friemersheim, Wanheimerort, und Vierlinden bei einer Neueröffnung in Duissern ausgedünnt wurde.

„Es muss alles langfristig einen Sinn machen"

Noch nicht ganz entschlossen ist die Volksbank bei der Neubaufrage ihrer Zentrale an der Düsseldorfer Straße. Die Bank „rechnet“ noch, kalkuliert Wachstumserwartungen und Platzbedarf am Eckgebäude Düsseldorfer Straße und Börsenstraße. Eine Investition von 30 bis 35 Mio Euro will wohl überlegt sein. „Es muss alles langfristig einen Sinn machen, sonst bauen wir nicht. Aber wir sind auf der Zielgeraden. Die Entscheidung fällt im Sommer“, kündigt Diederichs an, der nicht verhehlt, dass er dem jetzigen Gebäude allerhöchstens „morbiden Charme zubilligt.

Baubeginn wäre 2015, parallel zum „Fashion House“, das Fokus Development nebenan auf dem Gelände der alten Stadtbücherei errichten wird. Beide Gebäude sollen in Zeitplan und auch Gestaltung aufeinander abgestimmt werden. Städtebaulich, daran besteht kein Zweifel, täten beide Neubauten der Entwicklung der Innenstadt in dem Seitenarm zum Kaufhof gut.

 
 

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