Duisburg

Völlig überfüllte Bahnen und leere Schienen – darum gehen der DVG die Straßenbahnen aus

Zur Rush Hour wird es rappelvoll in den Bahnen der DVG.
Zur Rush Hour wird es rappelvoll in den Bahnen der DVG.
Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
  • Die Duisburger Verkehrs-Gesellschaft hat ein Problem
  • Zu den Stoßzeiten herrscht an den Haltestellen das Chaos
  • Denn: Es sind viel zu wenig Bahnen da

Duisburg. Die Duisburger Verkehrs-Gesellschaft (DVG) kämpft jeden Tag in der Rush Hour mit den Pendlermassen - chancenlos.

Nicht selten bleiben Menschen an der Haltestelle stehen. Die Bahnen sind hoffnungslos überfüllt, selbst in eingesetzte Zusatzbusse passt keiner mehr rein.

Der Grund: Der DVG gehen die Bahnen aus.

Mindestens 28 der 64 Straßenbahnen müssen saniert werden, denn viele der Bahnen fahren schon seit 1986 - die jüngsten sind von 1994 - und brauchen dringend eine Generalüberholung.

Das braucht Zeit und ist teuer: Die Sanierung eines Zuges dauert ein halbes Jahr und kostet 750.000 Euro.

Kredit ging an die Stadtwerke

Eigentlich war 2015 ein städtischer Kredit von 200 Millionen Euro geplant, um den Engpass zu beheben. Der wurde jedoch noch dringender für die Sanierung der Stadtwerke benötigt.

So schaut die DVG in die Röhre und muss sich mit dem über Wasser halten, was sie hat. Deshalb gibt es inzwischen einen Schienenersatzverkehr auf den Bahnlinien 901 und 903. Außerdem entlasten zusätzliche Busse den Schienenverkehr. Zu den Stoßzeiten reicht aber auch das nicht.

Sanierung noch bis 2018

Immerhin: Ein Ende ist in Sicht. Ein Drittel der Bahnen ist bereits fertig saniert. Noch bis 2018 wird die große Sanierungsaktion dauern. Bis dahin heißt es: Sieh zu, dass du einen Platz findest.

Ab 2021 sollen dann Protypen neuer Straßenbahnen auf die Schienen gelassen werden. Die DVG hofft, bis 2024 alle geplanten 47 nagelneuen Züge (einer kostet bis zu 3 Millionen Euro) auf der Strecke zu haben.

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