Vier Duisburger reden mit im Landtag

Die Duisburger Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Jugendlandtag 2014.
Die Duisburger Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Jugendlandtag 2014.
Foto: WAZ FotoPool
Ab Donnerstag debattieren anstatt der Profi-Politiker Duisburger Jugendliche im Düsseldorfer Parlament. Und sie wissen auch schon worüber.

Duisburg. Landespolitik wird da in Düsseldorf gemacht. Weit weg, schwierig nachzuvollziehen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter Jugendlichen, die auf der Homepage des Landtages zitiert wird. Um gegen diesen Eindruck etwas zu tun, veranstaltet das Parlament vom 4. bis 6. September den sechsten „Jugend-Landtag“.

Für Duisburg gehen in diesem Jahr Sascha Brockel, Céline Kreichmann, Marius Mrozek und Vanessa Schmit an den Start. Die vier Schüler ersetzen dann die Duisburger Abgeordneten Ralf Jäger, Frank Börner, Sarah Philipp und Rainer Bischoff. Die vier SPD-Politiker haben ihre Stellvertreter umsichtig ausgesucht, wichtig war dabei vor allem eines: „Wir haben mit Absicht keine Jusos angesprochen“, so Rainer Bischoff mit Nachdruck. Sascha Brockel geht derzeit auf das Max-Planck-Gymnasium. Dass mit dem Jugend-Landtag zwei schulfreie Tage verbunden sind, spielt für ihn aber keine Rolle: „Mich interessiert Politik schon länger und als ich von dem Angebot in der Zeitung gelesen habe, wollte ich mich sofort bewerben“, so der 16-Jährige. Céline Kreichmann besucht das Kopernikus-Gymnasium und will im Landtag den Blick hinter die Kulissen der Gesetzgebung wagen.

Schon etwas Politiker-Rhetorik

Marius Mrozek hat schon ein wenig Politiker-Rhetorik gelernt. Das mag auch an einem Praktikum bei seiner Tausch-Partnerin Sarah Philipp liegen: „Damals habe ich Lust auf mehr bekommen und habe mich deshalb hier beworben“, sagt der Schüler vom Steinbart-Gymnasium. Vanessa Schmitt komplettiert das Duisburger Quartett und will sich mal ansehen, wie so eine Diskussion vor einer Beschlussfassung im Parlament laufen kann.

Die Nachwuchs-Politiker beraten im Plenum über zwei verschiedene Sachfragen: Für die Fußballfans Mrozek und Brockel ist dabei vor allem die Kennzeichnungs-Pflicht für Polizisten von großem Interesse. „Einige Polizisten und Fans lassen sich zu leicht provozieren. Dann muss man sowohl die Fans als auch die Polizisten bestrafen können“, sagt Mrozek. Auch Vanessa Schmitt findet die Kennzeichnungspflicht interessant, will aber ebenso wie Céline Kreichmann auch über die Kindergarten-Pflicht diskutieren: „Ich habe Cousins in dem Alter. Kinder sollten auf jeden Fall die Möglichkeit haben, in den Kindergarten zu gehen“, so Kreichmann.

 
 

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