Viel Zuspruch für Sauerland bei Duisburger Migranten

Viele türkische Migranten für OB Sauerland

Duisburg, 30.01.2012: Adolf Sauerland setzt im Abwahlverfahren gegen sich auf das „Nein“ der türkischen Migranten. Unserer Umfrage zufolge könnte sich zumindest diese Hoffnung des Duisburger OBs erfüllen.

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Beim Stimmenfang zum Duisburger Abwahlverfahren rücken nun auch türkischstämmige Duisburger ins Visier. CDU-Ratsher Gürsel Dogan ist von der Sympathie der Migranten für den OB überzeugt. Ercan Idik, Ratsherr der SPD hingegen ist unsicher, ob sich die Popularität im Stimmverhalten niederschlägt.

Duisburg. „Sein Schicksal hängt an der Gunst der türkischen Wähler“, mit diesen Worten titelte die Hürriyet (eine der auflagenstärksten türkischen Zeitungen in Deutschland) einen Artikel über Adolf Sauerland und seine mögliche Abwahl am 12. Februar. Die WAZ hat bei zwei türkischstämmigen Ratsherren und fünf Bürgern (siehe Umfrage unten) nachgehört, was sie vom OB halten. Fast alle bewerteten Sauerlands gesamte Amtszeit und weniger die Zeit nach der Loveparade-Katastrophe.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass 80 Prozent der türkischen Migranten in Duisburg dem OB ein sehr positives Zeugnis ausstellen würden. Für sie wäre es ein großer Verlust, wenn er gehen müsste“, sagt Gürsel Dogan, CDU-Ratsherr.

Integrationspolitik zur Chefsache gemacht

Adolf Sauerland habe die Integrationspolitik zur Chefsache gemacht, was ihm viele Migranten in der Stadt hoch anrechnen würden. „Er nimmt an jeder Sitzung des Integrationsrates teil und pflegt einen guten Dialog mit den Migranten. Er besucht sie und hört ihnen zu.

Dieses Engagement kenne ich von keinem anderem Bürgermeister“, erklärt Sauerlands Parteifreund. Auch die „Art und Weise“ wie der Bau der Merkez-Moschee in Marxloh vonstatten gegangen ist. Nämlich „störungsfrei und friedlich“ sei nicht zuletzt ein großer Verdienst von Sauerland. „Ich werde am 12. Februar mit meiner ganzen Familie stolz mit Nein stimmen“, so Dogan.

Ercan Idik, Ratsherr der SPD ist auch der Meinung, dass Sauerland „durchaus den Eindruck erweckt hat, den Migranten nahe zu stehen und deshalb in der türkischen Community viele Sympathien auf sich vereint.“ Idik kritisiert aber zugleich, dass der OB bei der Umsetzung von migrationspolitischen Zielen nichts bewirkt habe. „Der OB erfreut sich einer großen Popularität unter den Türkeistämmigen Bürgern, aber ob sich das auch im Stimmverhalten niederschlägt, bleibt abzuwarten“, so Idik. Türkeistämmige CDU-Ratsherren seien jedenfalls „rege unterwegs, um für Adolf Sauerland zu werben“, merkt Idik an.

Wie viele türkischstämmige Wahlberechtigte es in Duisburg gibt ist statistisch nicht erfasst. Ercan Idik schätzt ihre Zahl auf über 50.000. Gürsel Dogan geht von mehr 20.000 bis 30.000 aus.

 
 

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