Duisburg

Kameras in Duisburg-Marxloh: Polizei verlängert Videoüberwachung am Pollmanneck

Die Kameras hängen an Masten der DVG.
Die Kameras hängen an Masten der DVG.
Foto: Kathrin Migenda
  • Videoüberwachung am Pollmanneck wird verlängert
  • Duisburg-Marxloh: Polizei mit positivem Fazit
  • Zahl der Straftaten zurückgegangen

Duisburg. Seit Dezember 2016 hängen in Duisburg-Marxloh am Pollmanneck 19 Kameras. Damit sollen Straftaten verhindert oder schneller aufgeklärt werden.

Und die Kameraüberwachung erfülle ihren Zweck, sagt die Polizei. „Die Kameras am Pollmanneck in Duisburg-Marxloh haben den gewünschten Erfolg gebracht“, zeigt sich Polizeipräsidentin Elke Bartels auch eineinhalb Jahren nach Aufnahme der Videobeobachtung in Duisburg überzeugt von der Idee.

Videoüberwachung am Pollmanneck in Duisburg-Marxloh: Polizei ist zufrieden

Ihre positive Haltung gegenüber der Kameraüberwachung unterstreicht die Polizeipräsidentin mit Zahlen. Die Zahl der Straftaten ist laut Polizei im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr von 161 auf 115 zurückgegangen.

Gleichzeitig sei jedoch das Einsatzaufkommen in etwa gleichgeblieben. 2016 waren es 474 Einsätze, 2017 noch 448. Es hat also keinen Verdrängungseffekt gegeben, es ist nach wie vor viel los am Pollmanneck, betont die Polizei.

Bei 95 dieser Einsätze sind direkt durch den Videobeobachter Streifenwagen eingesetzt worden. Zum Beispiel bei hilflosen oder verdächtigen Personen, aber auch bei Körperverletzungen oder Verkehrsdelikten.

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Positive Beispiele

Bei einer Schlägerei im Frühjahr 2017 konnten die Tatverdächtigen im Nachgang anhand des Videomaterials identifiziert werden. Einen Diebstahl im September 2017 konnte die Polizei quasi per „Livecam“ verfolgen und den Täter anschließend schnappen.

Im Oktober 2017 wurde ein Kind von einem Auto angefahren. Der Videobeobachter konnte schnell einen Rettungswagen für das schwerverletzte Kind alarmieren. Die Aufnahmen dienten später als Beweismittel zur Aufarbeitung des Verkehrsunfalls.

„Gesamtkonzept aufgegangen“

Polizeipräsidentin Elke Bartels betont daher: „Unser Plan, mit Hilfe der Videobeobachtung als Teil des polizeilichen Gesamtkonzeptes für den Duisburger Norden die Sicherheit auch am Pollmaneck zu verbessern, ist damit aufgegangen.“

Inzwischen liege ein Evaluationsbericht des Innenministers zur Videobeobachtung vor. Das positive Ergebnis solle in die Beratungen zum neuen Polizeigesetz einfließen, erklärt die Polizei Duisburg. Von der Ausgestaltung des neuen §15a, der regelte bisher die Videobeobachtung, hänge es ab, welche rechtlichen Rahmenbedingungen es künftig gibt.

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Am heutigen Donnerstag wäre die Videoüberwachung eigentlich ausgelaufen. Duisburgs Polizeipräsidentin Bartels hat die Videoüberwachung übergangsweise bis Ende des Jahres verlängert.

Sie kann sich auch eine Ausweitung in Duisburg durchaus vorstellen: „Grundsätzlich stehe ich der Videobeobachtung positiv gegenüber. Es muss allerdings ein Handlungsrahmen erstellt werden, in dem neben dem rechtlichen der personelle Rahmen betrachtet werden muss.“

 
 

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