Verein „Bürger für Bürger“ kooperiert mit „Mitläufern“

Rolf Karling, Vorsitzender des Vereins „Bürger für Bürger“.
Rolf Karling, Vorsitzender des Vereins „Bürger für Bürger“.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Die Vereine „Wir gehen mit – Die Mitläufer“ und „Bürger für Bürger“ kooperieren künftig bei der Sozialberatung miteinander. Die „Mitläufer“ begleiten und unterstützen Menschen ehrenamtlich bei Behördengängen, sind bundesweit in 145 Städten vertreten und seit einem halben Jahr in Duisburg. Eine richtige Anlaufstelle hat es bisher nicht gegeben. Das ändert sich ab 20. Februar. Ab dann stehen mit Pressesprecher Hans-Peter Weyer und Frank Knott, Leiter des Organisationsteams der „Mitläufer“, immer mittwochs von 11.30 bis 16 Uhr als Ansprechpartner in den Räumen des Vereins „Bürger für Bürger“ an der Brahmstraße 5a in Rheinhausen zur Verfügung.

Sie helfen dann zum Beispiel beim Ausfüllen von Anträgen fürs Jobcenter oder sprechen Termine für den nächsten Gang zum jeweiligen Amt ab. „Das Konzept passt zu uns“, sagt Rolf Karling, Vorsitzender des Vereins „Bürger für Bürger“. „Und durch die Kooperation kann ich einen Teil meiner Arbeit an die ,Mitläufer’ abgeben und bekomme freie Kapazitäten für andere Bereiche.“

Bekannter in Duisburg werden

Die „Mitläufer“ hoffen ihrerseits durch die neue Zusammenarbeit noch bekannter in Duisburg zu werden. Zehn solcher ehrenamtlichen Begleiter gibt es vor Ort bisher, die nach Schätzungen von Frank Knott im vergangenen halben Jahr bei rund 150 Behördengängen dabei waren – hauptsächlich zum Jobcenter.

„Viele Hartz-IV-Empfänger können sich nicht durchsetzen, kennen sich nicht aus oder werden nicht oder nicht richtig beraten“, sagt Weyer. „Da wollen wir helfen.“ Hauptaufgabe sei aber die Deeskalation, eine vernünftige Grundlage für ein sachliches Gespräch zwischen Kunden und Sachbearbeiter zu schaffen. Und das funktioniere sehr gut.