Duisburg

Aufregung um veganen Weihnachtsmarkt! Jetzt spricht eine Duisburger Veganerin: „Was stimmt mit euch nicht?“

Ein veganer Weihnachtsmarkt in Duisburgsorgt für große Diskussionen im Netz.
Ein veganer Weihnachtsmarkt in Duisburgsorgt für große Diskussionen im Netz.
Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services
  • Veganer Duisburger Wintermarkt sorgte für Aufregung
  • Svenja ist Veganerin aus Duisburg
  • In ihrem Blog „MrsVerde“ schreibt sie: „Macht euch doch erstmal ein Bild“

Duisburg. Svenja ist Duisburgerin, Svenja ist Veganerin. Und Svenja ist fassunglos.

Der Grund für ihre Fassungslosigkeit ist der vegane Weihnachtsmarkt in Duisburg. Oder besser gesagt, die Reaktionen vieler Facebook-Nutzer auf die Ankündigung, dass Deutschlands erster veganer Weihnachtsmarkt in Duisburg stattfinden wird.

Veganer Weihnachtsmarkt in Duisburg: Das sagt eine vegane Duisburgerin zur Aufregung

In ihrem Blog „Mrsverde“ hat sie sich der Frage gewidmet, warum die bloße Ankündigung eines veganen Wintermarkts für solch Aufregung sorgte?

„Ein veganer Wintermarkt tut keinem weh. Anstatt sich tolerant und offen für neues zu zeigen, wird von vielen Usern gehetzt, beleidigt und zum Boykott aufgerufen,“ schreibt sie.

Svenja hat sich jedenfalls den Start des Weihnachtsmarkts schon rot im Kalender anmarkiert. Sie ist sich sicher, dass auch Fleischliebhaber etwas Leckeres finden werden und auf nette und aufgeschlossene Menschen hinter den Verkaufsständen treffen werden.

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Bloggerin: Vegane Stände wollen sich nicht abgrenzen

Auch der Vorwurf, wonach die Veganer sich durch einen eigenen Weihnachtsmarkt abgrenzen würden, lässt sie in ihrem Blog „MrsVerde“ nicht gelten: „Der vegane Wintermarkt wird direkt neben dem Weihnachtsmarkt zu finden sein, weil sich die veganen Stände nicht abgrenzen wollen, sondern auch Nicht-Veganer einladen möchten.“

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Würde Weihnachtsmarkt für Fußball-Fans auch so polarisieren?

Die 28-Jährige wirft in diesem Zusammenhang noch eine interessante Frage auf. „Hätten sich die User genauso aufgeregt, wenn es als Alternative zum normalen Weihnachtsmarkt noch einen kleinen Wintermarkt für Fußballfans gegeben hätte?“, fragt die Bloggerin und gibt die Antwort gleich selbst: „Nein, ganz sicher nicht. Auf den Fußball-Wintermarkt wären die Fußballfans gegangen, die anderen hätten es gelassen. Großen Diskussionsbedarf hätte es nicht gegeben.“

Bloggerin: „Wünsche mir, dass sich jeder erstmal ein Bild macht!“

Nach all den negativen Reaktionen geht es ihr vor allem um eins: Dass möglichst viele Menschen die Hand, die ihnen gereicht wurde, nehmen und einmal in vegane Alternativen reinschnuppern. Sie setzt sich entschieden gegen eine Zwei-Fronten-Denkweise ein:

„Wir sind alle Menschen und wir alle wünschen uns ja im Grunde, dass unser Planet noch lange bestehen bleibt und noch viele Generationen nach uns hier auf der Welt leben können.“ Ein solch veganer Wintermarkt sei vielleicht ein guter Anlass, sich mit einer tierleidfreien Lebensweise auseinanderzusetzen.

„Ich würde mir wünschen, dass sich jeder, der sich so kritisch über den Markt geäußert hat, doch wenigstens erstmal ein Bild macht“, sagt sie. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. (ms)

 
 

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