Umweltschutz wird geehrt

Sinan Sat
Foto: WAZ-Fotopool

Duisburg. Saubere Luft und klimafreundliche Energieerzeugung sind nicht zuletzt durch die Energiewende der Bundesregierung zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit geworden. Es entstehen immer mehr Organisationen und Projekte zum Thema.

In Duisburg wurden gestern zwei herausragende Bürgerprojekte ausgezeichnet, die sich den Umweltschutz auf die Fahne geschrieben haben. Den mit 2000 Euro dotierten ersten Preis erhielt das Projekt „Duisburger Klimabotschafter“. Die Schülerinitiative „Plant-for-the-Planet“ wurde 2007 von dem damals neunjährigen Felix Finkbeiner ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, ein Bewusstsein für „globale Gerechtigkeit und den Klimawandel“ zu schaffen und weltweit 131.000 Bäume zu pflanzen.

Im Rahmen der Duisburger Umwelttage 2009 wurden 70 Kinder von Felix in einer Umweltakademie zu Klimabotschaftern gemacht. Seither informieren die Klimabotschafter wiederum Kinder in ihrem eigenen Umfeld über die Folgen des Treibhauseffekts und bilden diese zu Klimabotschaftern aus.

4000 Bäume sind schon gepflanzt

Durch Spenden konnten bei zwei großen Pflanzaktionen zusammen mit den Stadtförstern schon über 4000 Bäume gepflanzt werden. Allein in Duisburg will die Initiative dazu beitragen insgesamt 25 000 Bäume zu pflanzen.

Den zweiten, mit 1000 Euro dotierten Preis, erhielt die Bürgerinitiative „Saubere Luft“, für ihr langjähriges Engagement gegen das Kohlekraftwerk im Chempark Uerdingen und somit für saubere Luft und Gesundheit der Duisburger Bürger.

Umweltschützer sind nicht industriefeindlich

Die Bürgerinitiative aus Rheinhausen legt Wert darauf, dass sie keine industriefeindliche Position einnimmt und sich bewusst ist, dass die Belange von Umweltschutz und Arbeitsplätzen in Widerspruch stehen. Bei verschiedenen Aktionen sammelte die Initiative bereits 23 000 Unterschriften, die sie bei der Bezirksregierung eingereicht hat. 5000 Menschen wurden für Online-Proteste aktiviert.

Zuletzt haben sie mit der Unterstützung des Bundes für Natur- und Umweltschutz und des Niederrheinischen Umweltschutzvereins maßgeblich dazu beigetragen, dass nun sogar eine Planungsänderung möglich scheint. Denn das Unternehmen Trianel prüft zurzeit die Alternative eines Gas- und Dampfkraftwerks, statt eines Kohlekraftwerks.